Ein selbstbewusstes Lächeln gönnt er sich dann doch. Fast neun Monate hat Thomas Werlen gearbeitet an dem Bericht, den die Finma bei ihm bestellt hatte: Eine Aufarbeitung der Spionagepraktiken bei der Credit Suisse, aufgeflogen durch die Bespitzelung der beiden ehemaligen Top-Manager Iqbal Khan und ­Peter Goerke. Ob er denn mehr herausgefunden habe als die hoch bezahlten Anwälte der Starkanzlei Homburger, die von der CS für die Aufarbeitung mandatiert wurden? Sagen darf er dazu nichts, dazu hat ihn die Finma verpflichtet. Aber geniesserisch lächeln kann er schon. Und das tut er.

Natürlich bleibt der derzeit heisseste Bericht der Schweizer Wirtschaft unter Verschluss. Doch dass er ihn fristgerecht und durchaus substanzvoll abgeliefert hat, ist eine besondere Genugtuung – die Finma eröffnete auf Grundlage des Berichts Anfang September ein Enforcement-Verfahren gegen die Grossbank. ­