Zwischen Uhren und Fussballern scheint es eine spezielle Gravitation zu geben. Superstar Christiano Ronaldo investierte in die weltgrösste Online-Plattform Chrono 24. Der frühere Schweizer Nationalspieler Stephan Lichtsteiner verdingte sich als Uhrmacherlehrling bei der Zürcher Marke Maurice de Mauriac. Jetzt ist die Reihe an Alex Frei: Der ehemalige Nati-Stürmer und Bundesliga-Profi steigt bei der kleinen, aber feinen Basler Uhrenfirma Dubois et fils ein. Als Aktionär und Verwaltungsrat.

«Uhren faszinieren mich schon lange», sagt Frei. «Sie sind – neben dem Ehering – der wichtigste Schmuck eines Mannes. Als Spieler habe ich mich regelmässig für besondere Meilensteine mit dem Kauf einer Uhr belohnt», erzählt er, ohne die Details seiner wohl stattlichen Sammlung preisgeben zu wollen. Sicher ist: Es gehören Modelle von Rolex und Hublot dazu. Mit solchen Uhren am Handgelenk wurde Frei in letzter Zeit fotografiert. Neu gehören nun eben auch Zeitmesser von Dubois dazu.

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«Als Spieler habe ich mich regelmässig für besondere Meilensteine mit dem Kauf einer Uhr belohnt»

Alex Frei

Das Unternehmen Dubois nimmt für sich in Anspruch, die älteste Uhrenfabrik der Schweiz zu sein. Bereits 1751 soll die Familie Dubois im neuenburgischen Le Locle damit begonnen haben, Uhren herzustellen. Die zurzeit operative Firma wurde allerdings erst 1912 ins Handelsregister eingetragen. Seit 2010 bestimmt Thomas Steinemann die Geschicke des Unternehmens. Es gehörte zu den ersten in der Schweiz, welche die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzte. Im Vertrieb, in der Kommunikation, im Austausch mit Kunden.

Steinemann verband das Digitale mit dem Historischen und setzt auf konsequent limitierte Modelle, die zum grossen Teil von historischen Uhrwerken aus dem 20. Jahrhundert angetrieben werden. Diese einzigartige Kombination hat auch Frei – derzeit Trainer beim FC Aarau – überzeugt: «Thomas und ich haben uns über einen gemeinsamen Bekannten kennengelernt. Und es hat einfach bestens gepasst.»

Alex Frei will kein blosses Aushängeschild sein

Ähnlich wie Roger Federer bei On will Frei nicht bloss als Aushängeschild dienen. Er wird in den Verwaltungsrat eintreten und – so gut es das Engagement beim FC Aarau erlaubt – in der Firma mitarbeiten, insbesondere strategisch.

«Ich werde viel lernen müssen, habe aber dank meinem internationalen Netzwerk auch einiges zu bieten, das Dubois voranbringen kann», sagt Frei. Wie viel Geld er in das Unternehmen investiert, verrät er nicht. Nur so viel: «Es ist ein grösserer Betrag.» Das Aktienkapital von Dubois liegt derzeit bei 800 000 Franken.