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Digitales Leben
Warum das Festnetz-Telefon bleiben soll

Keystone

Wir reden nur noch über Facetime, Skype und Facebook Messenger. Unser Autor will trotzdem am Festnetz festhalten - und hat dafür einen guten Grund.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 26.05.2016

Mein Festnetztelefon ist defekt. Ehrlich gesagt, habe ich mich gewundert, dass ich den Fehler überhaupt bemerkte. Das Telefon läutet ja nie. Es gab auf dem Gerät in den vergangenen zwei Jahren vielleicht zwei Anrufe. Der eine kam von meiner Tante, der andere kam von jemandem, der sich verwählt hatte.

Es ist nicht so, dass ich keine Freunde hätte, die anrufen. Es gibt einfach kaum noch Menschen, die privat einen Festnetzanschluss nutzen. Ich glaube, meine Kinder wissen gar nicht, was das klobige schwarze Gerät da in der Ecke unseres Wohnzimmers überhaupt für eine Funktion hat.

Facetime, Skype und Video-Konferenz

Das Ding ist mindestens 15 Jahre alt. Schnurlos, immerhin! Was hingegen Facetime, Skype und eine Video-Konferenz-Schaltung mit sechs Teilnehmern bei Facebook Messenger ist, das wissen die Kids genau.

In Zeiten von WiFi-Calling frage ich mich auch, ob ich abermals in ein Festnetztelefon investieren sollte. Für die nächsten 15 Jahre sozusagen, aus purer Nostalgie.

Auswahl gibt es überraschenderweise genug: Allein bei Amazon liefert das Wort Festnetztelefon 13 479 Ergebnisse. Da sollte doch ein schönes Modell für mich dabei sein.

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