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Bildung
Der Lernroboter kommt ins Klassenzimmer

ARCHIV - 18.10.2017, Niedersachsen, Schüttorf: Schüler arbeiten in einem Klassenraum einer Grundschule an Computern. (zu dpa «Ministerpräsidenten beraten über Digitalisierung der Schulen » vom 25.10.2018) Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Friso Gentsch)
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr: Bereits in der Schule sollen Kids programmieren lernen. Quelle: Keystone .

Mit der «Computational Thinking Initiative» soll in Schulen digitale Kompetenz vermittelt werden. Dafür kommt ein Lernroboter zum Einsatz.

Veröffentlicht am 25.10.2018

Mit der Digitalisierung ändern sich die Anforderungen an die Ausbildung: Deshalb möchte die Standortinitiative Digitalswitzerland früh ansetzen und bereits in der Grundschule digitale Fähigkeiten vermitteln.

Dafür hat Digitalswitzerland ein Konzept namens «Computational Thinking» lanciert, mit dem Schüler Aufgaben wie kreatives Problemlösen und Programmieren erlernen können. 

Lernroboter kommt ins Klassenzimmer

Um den Kids diese Fertigkeiten spielend zu vermitteln, kommt der Lernroboter «Thymio» zum Einsatz, der unter der Federführung von der EPFL in Lausanne entwickelt wurde. Die Hochschule ist auch Partner der «Computational Thinking Initiative» CTI, zusammen mit Digitalswitzerland.

Dessen Gründer Marc Walder verspricht sich viel von der Initiative: «Zwei von drei Primarschülern werden einen Job ausüben, den es heute noch gar nicht gibt», sagt der Ringier-Chef. Mit der Initiative wolle man einen entscheidenden Impuls geben, damit die nächsten Generationen möglichst früh die fundamentalen Fähigkeiten der Digitalisierung erlernen können, so Walder. 

Investitionen nötig

Mittelfristig soll in jeder Schweizer Primarschule mindestens eine Lehrkraft in der Lage sein, «Computational Thinking» zu vermitteln, so die Vision. Um dieses Ziel zu erreichen, seien aber auch Investitionen in die Infrastruktur der Schulen notwendig, heisst es von Digitalswitzerland in der heutigen Mitteilung zum Digitaltag. 

So werden im Rahmen der Initiative verschiedene Massnahmen umgesetzt wie Ausbildungsmodule an pädagogischen Hochschulen, schweizweite Onlinekurse, ein praxisnahes Lehrbuch sowie eine grössere Anzahl von «Thymios»-Robotern sollen die Umsetzung des Konzepts in der ganzen Schweiz vorantreiben.

Wirtschaft muss sich beteiligen

In Hinblick auf die veränderten Jobprofile ruft Digitalswitzerland auch die Wirtschaft auf, sich an der Initiative zu beteiligen. Einer der Supporter ist die Swisscom. Chef Urs Schaeppi sagt zum Projekt: «Idealerweise erlernen die Kinder schon in der Primarschule auf spielerische Weise jene Kompetenzen, die für die Zukunft entscheidend sind.»

Am Ende steht und fällt das Projekt aber auch mit den Lehrkräften. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH will die Initiative laut Digitalswitzerland unterstützen. Die Initiative steht unter dem Patronat des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung von Noch-Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

(tdr)

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Schweizer Digitaltag am 25. Oktoboer

Am 25. Oktober findet unter der Federführung von digitalswitzerland der zweite Schweizer Digitaltag statt, er steht unter dem Motto «digital gemeinsam erleben». Geplant sind zahlreiche Aktionen an zwölf Standorten. Der grösste Event ist im Hauptbahnhof Zürich geplant. Dort wird von 9 Uhr bis 20 Uhr durchgehend ein reichhaltiges Bühnenprogramm geboten, das live vom SRF übertragen wird. Einen Überblick über das Programm finden Sie hier. Unsere Bestandsaufnahme der digitalen Schweiz anlässlich des Digitaltags finden Sie hier.

Die Bevölkerung kann sich ausserdem über verschiedene Kanäle aktiv einbringen. Sie können unter «Digitaldaybrain» bereits im Vorfeld Fragen stellen und gleich beantworten lassen. Und über die Dialogplattform können alle ein Videostatement zur Digitalisierung abgeben.

Am Digitaltag beteiligen sich neben den Hauptpartnern Google, Ringier, SBB, SRG und Swisscom weitere 70 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik. Bundespräsident Alain Berset und Bundesrat Johann Schneider-Ammann übernehmen das Patronat und sind auch selber präsent, Bundesrat Ignazio Cassis unterstützt den Aktionstag ebenfalls.