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Luftfahrt
«Nelly»: Mit Swiss redet man nun per Bot

Nelly Diener Swissaier

Namensgeberin: Nelly Diener, erste Flugbegleiterin der Swissair – und in ganz Europa.

Quelle: Wikimedia Commons

Lufthansa, Swiss und Austrian haben neue digitale Assistenten eingeführt, mit denen die Passagiere zum Beispiel ihre Flüge umbuchen können.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Den Passagieren der Swiss steht neu eine digitale Assistentin zur Seite – ein Bot namens «Nelly». Er soll einfache Fragen schnell beantworten. «So soll die Kundenzufriedenheit erhöht werden», meldet die Lufthansa-Gruppe: «Ausserdem sollen die Servicecenter entlastet werden, damit diese sich auf Kundenanfragen konzentrieren können, die die Bots nicht beantworten können.» Namensgeberin des Chatbot ist Nelly Diener, die erste Flugbegleiterin der Swissair.

Um den Dialog mit einem der digitalen Helfer aufzunehmen, brauchen die Kunden den Facebook Messenger. Dann wird swiss.com/bot eingegeben – und dort zum Beispiel der Flugstatus abgefragt werden. Auch können sich die Passagiere mit Hilfe von « Nelly» selbstständig umbuchen.

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Lufhansa Chatbot

Chatbot der Lufthansa-Gruppe: Schweizerdeutsch ist nicht im Angebot.

Quelle: Lufthansa

Dialogsprache ist Englisch

Laut der Lufthansa-Gruppe sind ihre Chatbots weltweit die ersten Bots, die Umbuchungen ermöglichen. Wissen die digitalen Assistenten einmal nicht weiter, kann der Chat direkt an einen Servicecenter-Mitarbeiter weitergegeben werden.

Die Dialogsprache ist Englisch. Zukünftig sollen sie auch spezifische Antworten zu Freigepäckgrenzen, zum Verbleib des Gepäcks oder Push-Benachrichtigungen bei Verspätungen, Streichungen oder Gatewechsel liefern.

Bereits im Jahr 2016 hatte die Lufthansa einen Chatbot mit dem Namen Mildred lanciert. Damalige Kundentests liefen allerdings nicht immer reibunglos (Mehr dazu hier).

Der neue Kommerzchef der Swiss, Tamur Goudarzi Pour, hatte kürzlich in einem ausführlichen Interview mit der «Handelszeitung» auch über das Thema Chatbot gesprochen: Schweizerdeutsch wäre dabei noch nicht möglich, allerdings könnten die digitale Assistenten schnell Antworten liefern. (Das Interview findet sich hier.)

(rap/tim)