Bei Unterhaltungselektronik zeigen sich Schweizerinnen und Schweizer ausgabefreudig: 486 Franken geben sie im Schnitt jährlich aus für neue Handys, Fernseher oder Computer. Dieser Betrag ist europäische Spitze – nur Holländer greifen für die neuesten Techgeräte noch tiefer ins Portemonnaie, wie die Grafik des Datenanbieters Statista zeigt.

Für einmal liegt es nicht an den hohen Schweizer Preisen, dass hierzulande so viel ausgegeben wird. Unterhaltungselektronik gehört gemäss Zahlen der Statistikbehörde Eurostat zu den wenigen Artikeln, die in der Schweiz gleich teuer oder sogar günstiger sind als im benachbarten Ausland. Die höhere Kaufkraft dürfte aber sehr wohl eine Rolle spielen.

Gesättigter Markt

Ebenfalls erstaunlich: Trotz steigendem Einkommen ist es unwahrscheinlich, dass die Ausgaben für Unterhaltungselektronik in Zukunft steigen werden. Laut einer Studie von GfK Switzerland ist der Markt für die Techgeräte auch im ersten Halbjahr 2017 geschrumpft. Der Trend hält schon lange an. Seit Jahren sinkt der Umsatz. Die Marktforscher sprechen von einer «gesättigten Nachfrage».

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Besonders bei Fernsehern und Digitalkameras haben die Konsumenten in der ersten Jahreshälfte weniger häufig zugegriffen. Auch IT-Geräte verkauften sich schlechter. Stark gefragt waren dafür Drohnen, Zubehör fürs Gaming und Bluetooth-Kopfhörer.

Handelszeitung.ch präsentiert zusammen mit dem Statistik-Portal Statista jeden Dienstag eine aktuelle Infografik aus den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Wissenschaft.