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Innovation
Diese zwölf Startups sorgen in New York für Aufsehen

Die Startup-Szene in den USA ist faszinierend. Aber nicht nur im Silicon Valley werden geniale Ideen geboren - auch New York ist ständig in Bewegung. Ein Überblick über die spannendsten Neugründungen.

Von Stefanie Kemmner («Business Insider Deutschland»)
am 02.12.2016

Das Magazin «the Hundert» stammt aus Berlin und beschäftigt sich normalerweise mit der Startup-Szene in Europa. Jetzt aber verbrachte das Team zwei Monate in der Stadt, die niemals schläft, und lernte die New Yorker Tech Community im Schnelldurchlauf kennen. Im Big Apple gibt es mehr als 10'000 Startups, die 100 Besten wählte ein Expertenjury aus. Zu den 40 Experten zählen bekannte Namen wie Arianna Huffington (Gründerin, The Huffington Post), Karl-Theodor zu Guttenberg (ehemaliger deutscher Minister für Wirtschaft und Technologie) und Henry Blodget (Mitgründer und Geschäftsführer, Business Insider).

 

ActionIQ

ActionIQ ist Marketing-Unternehmen, das von grossen Investoren wie Sequoia Capital und FirstMark Capital unterstützt wird. Das cloud-basierte Startup, das vor zwei Jahren gegründet wurde, analysiert und verarbeitet Kundendaten und ermöglicht eine schnelle Durchführung von Marketingkampagnen.

 

Casper

Casper startete 2014 mit dem Direktverkauf von Matratzen, um die überhöhten Preise der Branche zu bekämpfen. Durch den direkten Verkauf ohne Zwischenhändler kann Casper die Matratzen nämlich günstiger verkaufen als ein üblicher Matratzenhändler.  Dieses Konzept geht auf: Das Angebot wurde inzwischen auch auf Kissen und Decken erweitert, die Firma beschäftigt 200 Mitarbeiter und zu den bekanntesten Investoren gehören die Schauspieler Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire. Das Unternehmen ist auch in der Schweiz aktiv.

 

Codeacademy

Die interaktive Online-Plattform bietet kostenlose Kurse in den gängigsten Programmiersprachen an. Codecademy wurde 2011 gegründet, hat 35 Angestellte und arbeitet zusammen mit Regierungen auf der ganzen Welt sowie Unternehmen wie Bloomberg. Das Ziel ist es, die Bildung durch projektbezogenes Lernen und im Austausch mit anderen zu revolutionieren.

 

Dash

Dash möchte ein normales Auto zum «Smart Car» machen. Per Telematik werden die Fahrdaten analysiert und Echtzeitdaten zu Benzinverbrauch, Fahrgewohnheiten und Wartung erstellt. Unternehmen nutzen Dash, um den Transport effizienter zu gestalten. Zu Dashs Partnern gehören Erstausstatter, Flotten, Versicherungen und Regierungsbehörden.

 

Dropel Fabrics

Dropel Fabrics stellt Kleidung her, die mit allen möglichen Flecken und Gerüchen fertig wird. Wasser oder verschüttete Getränke perlen daran einfach ab. Dabei übernimmt die Firma alles — von der Materialbeschaffung bis zur Herstellung der Textilien.  Zu den jüngsten Kooperationspartnern der 2015 gegründeten Firma gehören Mister French und AREA.

 

EpiBone

EpiBone entwickelt lebensfähige, anatomisch präzise, funktionelle Knochen-Transplantate aus den eigenen Zellen von Patienten. Gegründet wurde das Unternehmen 2013 von Bioingenieuren, die am MIT und an der Columbia University ausgebildet wurden. EpiBone wurde bereits erfolgreich an Tieren getestet. Bis erste Tests an Menschen durchgeführt werden, wird es aber noch ein wenig dauern.

 

Mic

Mic ist eine Nachrichtenseite speziell für die digitale Generation, die Millennials. Mit zehn verschiedenen Themenbereichen erreicht das 2011 gegründete Unternehmen inzwischen jeden Monat 65 Millionen Menschen in den USA.  160 Menschen arbeiten für Mic, und das Unternehmen konnte in vier Finanzierungsrunden bereits 32 Millionen Dollar (32,4 Millionen Franken) sammeln.

 

MPOWERD

Mit ihrer kleinen Solarlampe «Luci» möchte MPOWERD ein sauberes und umweltfreundliches Produkt schaffen. Das Licht soll in jeder Situation verwendet werden können, egal ob beim Camping oder auf Gartenpartys.  Das grosse Ziel des 2012 gegründeten Unternehmens ist es jedoch, Licht zu den 1,5 Milliarden Menschen zu bringen, die immer noch ohne Strom leben.

 

OpenTrons Labworks

Die Roboter von OpenTrons übernehmen für Wissenschaftler im Labor das Pipettieren. Das soll den Forschern und Laboranten viel lästige Arbeit ersparen und mehr Zeit für wichtigere Dinge geben. Die derzeit angebotenen Roboter kosten zwischen 3000 und 4000 Dollar (3 bis 4 Franken) und lassen sich leicht bedienen – sogar ganz einfach per App.

 

Talkspace

Talkspace bietet eine Online-Therapie für Menschen mit psychischen Erkrankungen. In einem ungewöhnlichen Konzept kann man mit einem lizenzierten Therapeuten per SMS in Kontakt treten — ohne ihn je wirklich kennengelernt zu haben. Pro Woche kostet das zum Beispiel 32 Dollar (32,3 Franken). Dabei kann man dem Therapeuten jeden Tag schreiben. «So wie einem guten Freund», verspricht die Webseite.

 

The Muse

The Muse ist ein Jobportal für Millennials und möchte «einen Blick hinter die Kulissen» der angebotenen Stellen geben. Auf der Webseite kann man nicht nur Stellenangebote durchsuchen, sondern auch ein persönliches Karriere-Coaching mit Preisen zwischen 99 und 479 Dollar (100 bis 484 Franken) buchen.

 

Twist

Twist wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, das «Smart Home» einfach zu machen. Das erste Produkt von Ingenieur Shaun Springer ist eine intelligente LED-Glühbirne mit eingebautem «AirPlay» – Lautsprecher – man hat also gleichzeitig Licht und kann Musik hören. Das Twist-Team plant, eine komplette Palette an innovativen Geräten zu entwickeln, um die einfachste Smart-Home-Plattform zu erschaffen.

Dieser Text erschien zunächst bei «Business Insider Deutschland» unter dem Titel «Diese 12 innovativen Startups sorgen aktuell in New York für Aufsehen».

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