1. Home
  2. Andreas von Bechtolsheim über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz

Interview
«Europäer verpassen die grösste Chance»

Andy Bechtolsheim, designer of the Sun Workstation, lies across computer monitors which spell out his name.
 Quelle: Getty Images/Roger ressmeyer/Corbis/VCG

Der Tech-Unternehmer Andreas von Bechtolsheim sieht China im Bereich der künstlichen Intelligenz davonziehen. ­Europa muss aufpassen.

Von Nele Husmann (Interview)
am 18.01.2019

Andreas von Bechtolsheim, in den USA lediglich als Andy bekannt, spricht extrem schnell – der 63-Jährige hat keine Zeit zu verlieren. Mit Arista, seinem jüngsten Unternehmen, gegründet 2004, ist er auf der Überholspur. Arista ist Bechtolsheims viertes Startup – bereits sein erstes, Sun Microsystems, machte ihn finanziell unabhängig. Als wir ihn zum Gespräch treffen, ist es angenehm warm im Silicon Valley, doch Andy trägt Socken in seinen Birkenstock-Sandalen. Der gebürtige Bayer ist bekennender Birkenstock-Fan.

Anzeige

Zu den Birkenstock passt das Headquarter von Arista, ein rechteckiger Glaskasten, der in Santa Clara zwischen anderen, identischen Hochhäusern steht. Schön ist anders. Cisco, ein ehemaliger Arbeit­geber, ist nur sieben Autominuten entfernt. Der äussere Eindruck des Gebäudes bestätigt sich auch drinnen. Generische Räume, Reihe um Reihe beige Tische mit No-­Name-Computern – identitätslose Arbeitsplätze für Softwareprogrammierer. Das ­Unternehmen wachse so schnell, dass auf Ästhetik keine Rücksicht genommen werden könne, meint Andy. In den vergan­genen vier Jahren hat Arista den Umsatz auf 2 Milliarden Dollar vervierfacht.

Von Bechtolsheim gilt als findiger Investor – so war er einer der ersten Geldgeber von Google. Heute konzentriert er sich mit ganzer Kraft auf Arista. Als Chairman verbringt er jede freie Minute im Unternehmen. Dabei nutzt er keinerlei administrative Hilfe – er beantwortet jeden Anruf selbst und managt jedes Appointment eigen­ständig. Speziell auch: Er hat kein eigenes Büro im Gebäude. Für Meetings wie dieses Interview nutzt er das Eckzimmer von Jay­shree Ullal, der Unternehmenschefin.

Arista Networks ist Ihr viertes Startup – ist es auch Ihr wichtigstes?
Andreas von Bechtolsheim: Arista übertrifft meine kühnsten Erwartungen. Bereits ist die Firma mehr wert, als es alle meine anderen Unternehmen zusammen je waren. Die Idee hinter Arista ist, Computernetzwerke zu verbessern. Keine Website kann es sich leisten, abzustürzen. Unsere Software ist belastbarer als die der Konkurrenz.

Hilft Ihnen der Trend hin zum Cloud-Computing?
Ja. Es war unser Glück, dass Computernetzwerke von lokalen Standorten in die Cloud wanderten. Wir waren mit unserem Produkt zur richtigen Zeit am Markt. Die Cloud erfordert riesige Datenzentren und wesentlich grössere, schnellere und zuverlässigere Netzwerke. Unser Produkt verkaufen wir an die grossen Websites und Cloud-Anbieter – also die grössten Firmen der Welt. Selbst kleinere Unternehmen wie Uber, Dropbox und Netflix bauen ihre eigene Cloud-Infrastruktur mit eigenen Datenzentren auf.

Bisher blieben Sie nur Ihrem ersten Unternehmen, Sun Microsystems, eine lange Zeit treu. Wiederholt sich das viele Jahre später bei Arista?
Von Arista bin ich so begeistert wie von keinem meiner Startups zuvor. Wir sind eben in den S&P 500 aufgenommen worden. Das ist ein Ritterschlag. Unsere Aktie profitiert davon sehr, schliesslich handelt es sich um einen der bekanntesten Indizes weltweit.

Bis heute sind Sie der einzige Deutsche, der ein S&P-500-Unternehmen gegründet hat.
Wirklich wahr? Ich denke nicht in Nationa­litäten. Ich bin hier nichts Aussergewöhnliches. Die Hälfte aller Startups im Silicon Valley haben Gründer, die nicht in den USA geboren sind. Das sind Leute aus China, Indien und Russland. Der Gründer von Intel kam aus Ungarn, mein Freund Vinod Khosla, mit dem ich Sun gründete, kam aus Indien ...

Aber Westeuropäer sind selten ...
Das mag daran liegen, dass es in West­europa sehr schön ist zu leben. Für jemanden aus Indien sind die USA die grosse Chance. Ich selbst kam Mitte der 1970er Jahre her, weil ich alles über Computer lernen wollte – und damals gab es in Europa keine Computerindustrie.

Länder wie Deutschland und die Schweiz sind berühmt für ihre Ingenieure ...
Pro Kopf betrachtet, gibt es dort mehr ­Ingenieure als in den USA. Und sie sind ausserordentlich talentiert.

… aber es sind die Ingenieure in den USA, die die tollen Unternehmen gründen.
Das ist ein anderes Problem. Der beste Ort, ein Unternehmen zu gründen, ist das Silicon Valley. Die Hälfte des gesamten amerikanischen Risikokapitals wird hier investiert. Rechtsanwälte, Geldgeber und Experten für was auch immer befinden sich alle in einem Radius von 20 Meilen. Man braucht hier nur eine Idee, um durchzustarten. Es ist aber nicht der günstigste Ort, um ein Startup zu gründen. Hier verdienen Softwareingenieure bestimmt das Doppelte wie in Deutschland oder der Schweiz. Aber das Geld fliesst hierhin, weil von hier die meisten erfolgreichen Startups kommen.

Was macht Deutschland und die Schweiz vergleichsweise unattraktiv?
Ein echtes Problem sind die wenigen Erfolgsgeschichten, die in Europa geschrieben werden. Kein Wunder, wird in Europa nur ein Sechstel oder gar ein Siebtel der Summen investiert wie im Silicon Valley. Und der Grossteil dieses Kapitals fliesst in Early-Stage-Startups. Als Folge hat es für Unternehmen, die sich im Aufbau befinden und grösser werden, zu wenig Wagniskapital. So wird es schwierig für Startups, zu Weltkonzernen zu werden. Wachstum ist das einzige Ziel eines Startups. Wenn es nicht wächst und profitabel wird, ist jede noch so gute Idee vergebens.

Hat das auch etwas mit der Grösse des Heimatmarkts zu tun?
Die Hälfte der weltweiten IT-Nachfrage stammt aus den USA. Aus Deutschland stammt rund ein Zehntel. Wer sich das vor Augen führt, versteht, weshalb dem Wachstum in Europa enge Grenzen gesetzt sind.

Was ist der Garant für Erfolg in der ­IT-Industrie?
Je mehr und je bessere Softwareingenieure ein Unternehmen beschäftigt, desto schneller kommt die Entwicklung voran. Das führt zu besseren Produkten – besseren Smartphones, Computern und Netzwerken. In Westeuropa werden an den Universitäten leider nicht genug Softwareingenieure ausgebildet – aus dem einfachen Grund, dass die Softwareindustrie zu klein ist.

Welche IT-Leute sind derzeit am ­begehrtesten?
Die höchsten Gehälter werden in den USA derzeit KI-Spezialisten bezahlt. Da liegt ­locker 1 Million Dollar Verdienst im Jahr drin, hinzu kommen Aktienoptionen. Wäre ich heute ein Student, dann würde ich KI studieren.

Andreas "Andy" von Bechtolsheim, chairman and chief development officer of Arista Networks Inc., stands for a photograph after a Bloomberg West television interview in San Francisco, California, U.S., on Thursday, May 2, 2013. Von Bechtolsheim spoke about the technology industry and his company's cloud-computing strategy. Photographer: David Paul Morris/Bloomberg *** Local Caption *** Andy Von Bechtolsheim

IT im Blut

Name: Andreas von Bechtolsheim
Funktion: Gründer Arista Networks
Alter: 63
Wohnort: Silicon Valley
Sein Werdegang Bereits als 17-Jähriger entwickelte er seinen ersten Mikrocomputer auf Basis eines Intel-8008-Prozessors. Für jeden verkauften Computer erhielt er eine Lizenzgebühr von 100 DM. Sein bekanntestes Unternehmen war indes Sun Microsystems. Des Weiteren gründete er 
Granite Systems, eine Firma für Netzwerk-Switches. Sein Vermögen wird auf 6,6 Milliarden Dollar geschätzt.

Zurück zu Europa: Vergleichsweise stehen die Schweiz und Deutschland doch gut da?
Man darf sich nicht ausruhen – nur die ­Paranoiden überleben. Das haben wir alle im Westen noch nicht richtig verstanden: Die neue Konkurrenz kommt aus China und Indien. Beide Länder haben jeweils mehr Softwareingenieure als die USA. Der Wettbewerbsdruck steigt. Wenn der Wert von Unternehmen und Wirtschafts­räumen vom Wert der erzeugten Patente abhängt, stehen Deutschland und die Schweiz heute noch gut aus. Aber in ­Zukunft beschleunigt sich diese Wertschöpfung durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Dann ist Wertgenerierung eine Funktion dieser Technologien. Maschinenbau ist wichtig, aber die Software für diese Maschinen ist noch viel wichtiger. Die grossen Konzerne müssen viel agiler werden, falls sie nicht zurück­fallen wollen. In den vergangenen fünfzig Jahren verschwanden mehr als 60 Prozent der Fortune-500-Unternehmen – Xerox etwa, oder jetzt aktuell General Electric. Die haben die Zukunft verpasst. Kein Unternehmen ist gegen den Wandel immun.

Nur die Fittesten überleben?
Es ist so viel Risikokapital vorhanden wie noch nie in der Wirtschaftsgeschichte. Softbank beispielweise verfügt über 100 Milliarden Dollar, um in die zukunftsträchtigsten Unternehmen zu investieren. Ride­sharing kassierte mehr als 50 Milliarden Dollar, um den Taximarkt umzukrempeln. Eine riesige Summe, um eine bestehende Branche zu erneuern – das hätte man vor zehn Jahren als unmöglich erachtet. Amazon beschäftigt mehr als dreissig Doktoren der Ökonomie, die ausschliesslich darüber nachdenken, welchen Markt sie als Nächstes angreifen. Diese Entwicklung ist neu. Vor zwanzig Jahren ruhten sich Unternehmen auf den Lorbeeren aus, sobald sie eine gewisse Grösse erreicht hatten. Und das ist ein weltweites Phänomen.

Niemand ist davor gefeit?
Schauen Sie sich die Finanzindustrie an. KI übernimmt bereits Dienstleistungen, die früher den Kern einer Bank bildeten – beispielsweise Kreditratings analysieren. Mit besserem Computer-Support kann man eine Bank mit wesentlich weniger Mitarbeitenden betreiben. Wenn die Deutsche Bank, UBS und andere Banken nicht proaktiv in bessere Technologien ­investieren, wird es hart für sie werden. Denn die neuen Konkurrenten tun das. Und diese Mitbewerber wachsen schneller als die Branchengrössen.

Können Demokratien in Sachen KI überhaupt mithalten mit autokratisch geführten Ländern?
Das ist ein beängstigender Gedanke. Die ­chinesische Regierung will in Sachen KI Weltmeister werden und investiert deshalb 150 Milliarden Dollar in den Bereich. Aber auch in den USA ist KI ein Riesenthema. ­Europa scheut vor KI zurück – aus Sorge wegen verschwindender Arbeitsplätze. Europa läuft Gefahr, die grösste Chance der Menschheitsgeschichte zu verpassen. KI nur halbherzig anzupacken, ergibt keinen Sinn.

Wenn China plant, bis 2030 weltweit ­führend in KI zu sein, schön und gut. Aber Erfolg befehlen klappt meist nicht?
Tencent, Alibaba und Baidu sind punkto KI die chinesischen Äquivalente von Google, Facebook, Amazon und Apple. Die haben alle Daten von allen. Und China kennt keinen Datenschutz – das schafft einen Vorsprung im Vergleich zu den USA oder zu Europa. Die Gesichts- und Gangerkennung in China ist derart gut, dass sich niemand unerkannt im öffentlichen Raum bewegen kann. Ich halte es für wahrscheinlich, dass China weltweit führend in KI wird.

Unter anderen warnt Elon Musk vor den Risiken von KI.
Das ist ein Denkfehler: Um relevant zu bleiben, muss man vorne mitspielen. KI kann Kundenservice und Verkauf dra­matisch verbessern. Wer sich dem verschliesst, wird nicht konkurrenzfähig ­bleiben. Und das betrifft jede Industrie – Hotels, Banken, Gesundheitswesen.

Haben Sie gar keine Sorge vor KI?
Nein, im Gegenteil. Meine Sorge ist, KI nicht zu nutzen. Mit KI kann man fast alles verbessern. KI wird in den nächsten Jahren Vermögenswerte in Höhe von 4 Billionen Dollar kreieren.

Aber Menschen haben Angst vor Algo­rithmen, deren Entscheidungen sie nicht nachvollziehen können.
Es mag schwieriger werden, die Empfehlung eines Computers nachzuvollziehen. Oder zu erkennen, ob die Einschätzung fehlerhaft ist. Der Computer wird indes bessere Empfehlungen abgeben als Personen. Ein Computer kann Millionen ­Datenpunkte erfassen, ein Mensch vielleicht sieben.

Was lieben Sie am Silicon Valley am ­meisten?
Dass die Zukunft hier erfunden wird.

Das Valley mag viel erfinden. Doch es herrscht die Mentalität «shoot and forget» vor. Das ist doch ein Problem?
Das sehen Sie völlig falsch. Wer keine ­Innovation schafft, wird abgehängt.

Selbst wenn «Innovationen» wie soziale Medien die Demokratie untergraben und Menschen zu Smartphone-Zombies ­machen?
Das ist total aufgeblasen – das ist meine Meinung. Vor kurzem las ich eine psychologische Studie, die besagt, dass es zur menschlichen Natur gehört, sich in kleinen Gruppen zusammenzurotten und das zu glauben, was die, die einem am nächsten sind, auch glauben. In den sozialen Medien verhalten wir uns exakt so. Diese Verhaltensweisen stecken eben tief in ­unserer DNS.

Ihr persönlicher Reichtum ist erheblich. Motiviert Sie Geld überhaupt noch?
Nein, darauf achte ich noch nicht einmal. Mich motiviert es, Probleme zu lösen und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Ich muss für meinen Lebensunterhalt nicht arbeiten. Ich arbeite, weil ich arbeiten will und weil ich Technologien vorantreiben will. Das Geld ist nur ein Abfallprodukt meiner Arbeit.

Geniessen Sie das Geld denn?
Nein – was soll mir das bringen? Ein Haus und ein Auto, mehr brauche ich nicht.

Wie wäre es mit einem schnelleren Auto und einem grösseren Haus?
Dieses Streben nach mehr ist für mich bedeutungslos.

Das Silicon Valley befindet sich stets ­zwischen Boom und Bust. Befinden wir uns aktuell im Boom oder im Bust?
Wir befinden uns nach wie vor im Boom. Im Unterschied zur Zeit um die Jahrtausendwende wachsen die grossen Unternehmen immer noch weiter mit 20, 35 oder gar 40 Prozent pro Jahr. Das gab es in der Menschheitsgeschichte noch nie. Deshalb handelt es sich um eine neue Ära.

Die hohen Bewertungen für Technologieaktien sind also berechtigt?
Ob die Top-Fünf-Unternehmen zusammen wirklich 5 Billionen Dollar wert sind, ist eine gute Frage. Mit ihrer Marktkapitalisierung sind sie grob genommen gleich gross wie das deutsche Bruttoinlandprodukt. Unternehmen wie Apple verdienen so viel Geld, dass sie die Staatsverschuldung der Türkei mit einem Jahresgewinn bezahlen könnten. Die Zahlen sind so gewaltig, dass ihre Grösse und Bedeutung schwer zu verstehen sind.

Kommt diese Wertschöpfung denn den Menschen zugute?
Das frage ich mich wirklich. Wer auf alle Fälle profitiert, sind die Mitarbeitenden der Technologiekonzerne. In den vergangenen zwanzig Jahren verdienten sie mehrere ­Billionen Dollar. Und genau aus diesem Grund ist alles im Valley so teuer. Denn jeder zahlt viel zu viel für sein Haus und alles andere. Ohne guten Job in der Techno­logiebranche kann man hier nicht leben.

Fürchten Sie nicht, dass diese krasse Kluft zwischen Arm und Reich eine soziale ­Revolution auslöst?
In San Francisco leben die Obdachlosen im selben Block wie die Ultrareichen. Das ist schon merkwürdig. Das ist auch der missratenen Städtebaupolitik geschuldet. Leute, die Häuser besitzen, verhindern den Bau von Apartmentkomplexen, weil sie nicht noch mehr Leute in ihrer Stadt wollen. Aber verdichteter zu bauen ist der einzige Weg, um das Problem zu ­entschärfen.

Sind Sie Amerikaner geworden?
Aber nein. Ich habe einen deutschen Pass und hege auch nicht den Plan, ein Amerikaner zu werden. Warum sollte ich? Als Geschworener beim Gericht Dienst leisten? All der Wahnsinn hier – nein danke. So muss ich mich weder um die Politik kümmern noch ums Wählen. Und ich darf auch nicht an die politischen Parteien spenden – und das ist mir sehr recht so. Ich lese noch nicht einmal mehr Zeitung. Ich kümmere mich nur noch um Hightech.

Sorgen Sie sich nicht um Trump und die Erstarkung der Rechten?
Das macht für mich keinen Unterschied.

Warum nicht?
Ich habe keinen Einfluss auf diese Entwicklung. Warum soll man sich über Politik aufregen – ausser man gestaltet sie selbst? Warum sich diese Mühe machen? Ich kann die Welt viel besser beeinflussen, indem ich mich auf das konzentriere, was ich gerade mache.

Spielen Sie Videogames?
Nein, ich spiele keine Spiele. Ich schaue auch keinen Sport. Dafür habe ich keine Zeit. Was für einen Wert hat es, ein Fussballspiel anzusehen? Aber ich habe ein ­Segelboot. Das dient der Entspannung.

Wie verbringen Sie Ihren Sonntag?
Sonntag? Ich mache keinen Sonntag – ich arbeite, ausser ich entspanne.

Investieren Sie in andere Startups?
Selten. Es dauert zu lange, die Leute zu treffen und sie und das Geschäftsmodell kennenzulernen.

Was vermissen Sie am meisten an Europa?
Die Kultur. Etwa Design – den Menschen ist es wichtig, dass die Dinge gut aussehen. Das vermisse ich hier – und die Pünktlichkeit. Deutschland ist total vorhersehbar.

Da waren Sie wohl länger nicht mehr in Deutschland – Flugzeuge und die Bahn bereiten Probleme …
Hm, vielleicht wurde es in Deutschland schlechter. Die Schweiz ist da natürlich besser.

Ihr Tipp an Europa?
Gas geben. Egal, wie gut man aktuell dasteht – man kann diese Position in den kommenden zwanzig Jahren verlieren. Vergesst die Vergangenheit. Das Wichtige ist die Zukunft.