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Finanzlexikon

Abschreibung

Definition

Unter Abschreibungen wird im Rechnungswesen die Erfassung und Verrechnung von Wertminderungen verstanden, die bei Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens entstehen. Der Gegensatz ist eine Zuschreibung.

Hintergrund

Abschreibungen werden auch als Absetzungen für Abnutzung (AfA) bezeichnet. Die Abschreibungen sollen den fortwährenden Werteverzehr der betrieblichen Wirtschaftsgüter abbilden und sind damit zahlungsunwirksame Aufwendungen, die den Unternehmensgewinn mindern. Diese Absetzungen sind berechnete Werte über die gesamte Nutzungsdauer eines Wirtschaftsgutes.

Voraussetzungen für Abschreibungen

Liegt kein geringwertiges Wirtschaftsgut vor und kann die Nutzungsdauer eines Wirtschaftsgutes auf mehr als ein Jahr festgelegt werden, dann muss es über den entsprechenden Zeitraum abgeschrieben werden. Für die Abnutzungen bzw. Wertminderungen von Gegenständen gibt es verschiedene Gründe: technischer Fortschritt, Witterung, Schäden, Alterung, Ablauf von Rechten usw. Diese Veränderungen müssen auch in der Buchhaltung richtig dargestellt und in jeder Rechnungsperiode abgewertet werden.

Arten der Abschreibung

Es gibt planmässige und ausserplanmssige Abschreibungen. Bei der planmässigen Abschreibung sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Gegenstands planmässig im Wert zu senken, sodass sein Wert auf die Geschäftsjahre verteilt wird, in denen er voraussichtlich genutzt wird. Ausserplanmässige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn zum Beispiel eine Maschine irreparabel kaputtgeht.

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Abschreibungsmethoden

Die Höhe der jährlichen Abschreibung hängt von der jeweiligen Abschreibungsmethode ab. Zu den wichtigsten Methoden zählen:

- Lineare Abschreibung

Es wird angenommen, dass das Wirtschaftsgut sich über den gesamten Zeitraum gleichmässig abnutzt. Der Abschreibungsbetrag pro Jahr ist demnach immer der Gleiche. Die lineare Abschreibung ist die Regelform für Abschreibungen.

- Degressive Abschreibung

Im Gegensatz zur linearen Abschreibung sinken bei der degressiven Abschreibung kontinuierlich die jährlichen Abschreibungsbeträge. Diese Methode findet Anwendung, wenn sich bestimmte Wirtschaftsgüter wie zum Beispiel Maschinen zu Beginn der Nutzung aufgrund hoher Nachfrage am Markt stärker belastet werden. Rechnerisch umgesetzt, erfolgt dies, indem der folgende Abschreibungsbetrag sich immer am aktuellen Restbuchwert orientiert und dadurch jedes Jahr weiter sinkt.

- Leistungsbezogene Abschreibung

Auch diese Abschreibungsmethode berücksichtigt eine verschieden hohe Abnutzung eines Wirtschaftsgutes. So können die Abschreibungsbeträge je nach Beanspruchung jedes Jahr unterschiedlich ausfallen. Daher wird bei einem Firmenwagen nicht die Nutzungsdauer, sondern die gefahrenen Kilometer für die Berechnung des Abschreibungsbetrags angesetzt.