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Finanzlexikon

Kassensturz

Definition

Unter einem Kassensturz versteht man die Ermittlung eines aktuell vorhandenen Kassenbestandes, um genau zu wissen, über wie viel Geld oder Vermögen ein Unternehmen oder eine Privatperson derzeit verfügt.

Hintergrund

Der Begriff Kassensturz findet häufig dann Anwendung, wenn es darum geht, sich einen Überblick über die Finanzen eines Unternehmens zu verschaffen. So erfolgt zum Beispiel im Einzelhandel jeden Tag nach Ladenschluss ein Kassensturz, bei dem alle Kasseneinnahmen aufsummiert werden. Ein Kassensturz bedeutet bei Firmen meist die Addition aller vorhandenen Vermögenswerte, Forderungen, Guthaben bei Banken und den aktuellen Warenbestand sowie alle Barmittel. Davon wird dann die Summe aller Verbindlichkeiten subtrahiert. Die Differenz stellt den Überschuss oder Fehlbetrag dar. Ein sog. Kassensturz wird vielfach in privaten Haushalten vorgenommen, wenn eine grössere Anschaffung ansteht oder langfristige Finanzplanungen aufgestellt werden. Dabei geht es in der Regel um die Frage, welche Investitionen auf Basis eigener bzw. fremder Mittel getätigt werden können. Das klassische Beispiel ist hier der Erwerb einer Immobilie. Ein Kassensturz soll Aufschluss über die nötige Bankfinanzierung geben und ob das Darlehen mit dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen bedient werden kann.