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Finanzlexikon

Obligation

Definition

Eine Obligation (Synonym für Bonds) ist ein handelbares festverzinsliches Wertpapier, das Verpflichtungen eines Schuldners hinsichtlich der Rückzahlung des Nominalbetrags oder die jeweiligen Zinszahlungen gegenüber dem Halter der Obligation festlegt. Obligationen dienen in der Regel der längerfristigen Kapitalanlage.

Hintergrund

Für die Finanzierung grosser Investitionen geben Staaten, Unternehmen oder regionale Behörden oftmals Obligationen aus. Mit der Ausgabe von Obligationen verpflichtet sich der jeweilige Schuldner, den geliehenen Geldbetrag zu einem definierten Zeitpunkt zurückzubezahlen sowie regelmässige Zinszahlungen bis zum Laufzeitende zu entrichten. Obligationen sind auch handelbar. Das heisst, der Käufer kann diese bis zum Laufzeitende halten oder vorher verkaufen.

Formen von Obligationen:

Es werden verschiedene Formen unterschieden:

- Staatsanleihen: Der Staat ist Schuldner.

- Kassenobligationen: Bankschuldverschreibungen.

- Corporate Bonds: Unternehmensanleihen.

Arten von Obligationen

Neben diesen Standard-Obligationen gibt es auch weitere Arten von Obligationen. Dazu gehören:

- Die ewige Rente

Obligationen mit unbefristeter Laufzeit. Das heisst, die Obligation beinhaltet zwar periodische Zahlungen, aber keine Bezahlung eines Nominalbetrags am „Ende“ der Laufzeit.

- Zero-Bonds

Es gibt keine Zinszahlungen, sondern nur eine einzige Zahlung am Ende der Laufzeit.

- Variabel verzinsliche Obligationen

Neben variablen periodischen Zinszahlungen wird der Nominalbetrag am Ende der Laufzeit zurückbezahlt.

Einflussfaktoren auf die Zinszahlungen

Zwei Charakteristika von Obligationen sind im Grunde besonders wichtig: die Laufzeit und das Kreditrisiko.

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- Laufzeit

Manche Obligationen werden mit einer eher kurzen Laufzeit von bspw. drei Monaten ausgegeben. Andere Obligationen verfügen über eine sehr lange Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Wichtig ist dabei: Längere Laufzeiten sind für den Käufer von Obligationen riskanter als kürzere. Denn der Halter muss eine sehr lange Zeit warten, bis er den Nominalbetrag zurückerhält. Möchte er seinen Einsatz vor Laufzeitende zurück erhalten, muss er seine Obligation unter Umständen zu einem reduzierten Preis verkaufen. Für den Ausgleich eines solchen Risikos werden bei langfristigen Obligationen meist höhere Zinsen bezahlt.

- Kreditrisiko

Mit dem Kreditrisiko ist die Wahrscheinlichkeit gemeint, dass der Schuldner aufgrund Zahlungsunfähigkeit Teile der Zinszahlungen oder den Nominalbetrag am Ende der Laufzeit nicht bezahlen kann. Wird dieses Risiko bei der Ausgabe der Obligation als relativ hoch eingeschätzt, fallen die Zinsforderungen durch die Käufer umso höher aus. Da Staaten wie zum Beispiel die Schweiz ein sehr niedriges Kreditrisiko aufweisen, bezahlt der Staat auf die ausgegebenen Obligationen nur sehr niedrige Zinsen.