Angesichts der tiefen Zinsen ist die Verlockung gross, sein Vermögen in Immobilien zu investieren. Seit 2000 ist das Hypothekarvolumen in der Schweiz weit stärker gestiegen als die Immobilienwerte der privaten Haushalte oder der Preis­index für Wohneigentum, wie eine Auswertung der entsprechenden Statistiken zeigt. Ob sich Immobilienanlagen als solide Vorsorge erweisen, ist nicht allein von den Zinsen abhängig. Bei einer zu hohen Belastung oder Bewertungsprämie können unerwartete Ereignisse Wertkorrekturen zur Folge haben und die Tragbarkeit in Frage stellen.

Dieser Hebeleffekt ist auch bei vielen andern Anlagemöglichkeiten zu beachten, die mit dem Einsatz von Krediten eine etwas höhere Rendite in Aussicht stellen. Hinzu kommt, dass die Kreditkosten nur selten tatsächlich tiefer sind als die damit erzielten Erträge. Auch das wurde am Anlass in der Villa Tobler einmal mehr deutlich.

Tipp: Neben Zinsen auch die Tragbarkeit von Schulden beachten.