Zwar werden Fonds als Investitionen mit langfristigem Anlagehorizont angepriesen, doch dieses Versprechen wird von den Fonds selbst nicht immer eingehalten. Rund zehn Prozent der knapp 7500 in der Schweiz zum Vertrieb zugelassenen Fonds sind vergangenes Jahr entweder liquidiert oder mit einem anderen Fonds zusammengelegt worden. Wann ein solcher ­Moment eintritt, entscheidet allein die Fondsleitung. Die Anleger werden mit dem Nettoinventarwert oder Anteilen des neuen Fonds abgespeist.

Das Fondsangebot nimmt noch immer zu. Allein 2011 wurden 270 neue Fonds zum Vertrieb zugelassen. Weil aber das Volumen insgesamt stagniert, sinkt die durchschnittliche Grös­se. Inzwischen beträgt das durchschnittliche Fondsvermögen noch 83 Millionen Franken, gegenüber 117 Millionen vor fünf Jahren.

Die anstehende Verschärfung der Regulierung dürfte dazu führen, dass sich der Trend zur Zusammenlegung und Auflösung von Fonds verschärfen wird. Vor allem kleinere Gefässe werden dadurch dem steigenden Kostendruck nicht mehr gewachsen sein. Martin Bürki, Fondsexperte im ­BILANZ-Ratgeberteam, rät darum, Fonds mit einem Volumen unter zehn Millionen Franken grundsätzlich zu meiden.