AUSGANGSLAGE. Die Eheleute S. und S.W. sind mehr als 80 Jahre alt und haben eine Tochter. Sie verfügen über ein jährliches Renteneinkommen von 240'000 Franken. Dazu kommen Wertschriften­erträge von 90'000 Franken. Neben dem Wertschriftendepot von 1'350'000 Franken verfügt das Ehepaar über ein Sparguthaben beim ehemaligen Arbeitgeber von 1'700'000 Franken, verzinst zu 3,5 Prozent. Das selbst bewohnte Einfamilienhaus und eine kleine Ferienwohnung sind bei einem Verkehrswert von rund 1'300'000 Franken unbelastet. Das Gesamtvermögen beträgt 4'350'000 Franken. Die Anlagepolitik ist konservativ, auf Werterhaltung ausgerichtet. FINANZIELL ABGESICHERT. Bei dieser komfortablen Ausgangslage kann auf Anlagen mit erhöhtem Risiko vollständig verzichtet werden. Auch ohne Aktienanlagen und ohne komplizierte strukturierte Produkte mit ungewissen Steuerfolgen kann das Anlageziel Werterhaltung erreicht werden. STEUERFALLEN UMGEHEN. Alle kapitalgeschützten Produkte haben Obligationencharakter. Es wird indirekt einkommenssteuerpflichtiger Zins vereinnahmt. Wenn immer möglich sollten diese Anlagen vor Verfall veräussert werden. ÜBERRASCHUNGEN VERMEIDEN. Vermeintlich hochrentable Obligationenanlagen – wie Kick-in Goals – werden bei fallenden Kursen plötzlich zu riskanten Aktienanlagen mit hohen Einstandspreisen und entsprechenden Buchverlusten. SCHRECKGESPENST INFLATION. Die Inflation ist eine ernst zu nehmende Gefahr. Nach einer inflationsfreien Phase von beinahe 15 Jahren kommt die Inflation zurück. Sie ist der grösste Feind für ältere Perso­nen mit Renteneinkommen und Obligationenanlagen. Als Alternativanlage kommt Gold bis zu fünf Prozent des Vermögens in Frage. WIE WEITER? Neben dem sukzessiven Verkauf der Aktienposition und der kapitalgeschützten Produkte vor Endverfall liegt das Hauptgewicht bei einer geschickten Staffelung der Obligationenlaufzeiten. Da die Zinskurve momentan noch sehr flach ist, fällt der Entscheid für Laufzeiten von zwei bis drei Jahren nicht schwer. Kurze Laufzeiten senken das Verlustrisiko bei steigenden Zinsen. Auch Anleihen und Obligationenfonds mit Inflationsschutz bieten sich an. Bei den Fondsprodukten sind jedoch die Kosten genau zu beachten. Wünschen auch Sie eine kostenlose Analyse Ihres Depots? Senden Sie eine Kopie Ihres Depotauszuges mit Angabe Ihres Alters, Ihres Zivilstandes, Ihres ungefähren Einkommens und übrigen Vermögens an: WH&P Weibel Hess & Partner AG, René M. Weibel, BILANZ-Depot, Postfach, 6371 Stans. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel.
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