AUSGANGSLAGE. Frau S.F. ist eine 80- jährige, verwitwete AHV-Rentnerin. Die Vermögensaufteilung ist nicht ausge­wogen. Das Depot beinhaltet einen viel zu hohen Aktienanteil und zusätzliche Klumpenrisiken mit Einzelaktien (siehe BILANZ 10/2008). Auch abgesehen von diesem Grundproblem lohnt sich eine zweite, detaillierte Betrachtung.

KAPITALSCHUTZ MIT STEUERFOLGEN. Das gilt speziell für das Kapitalschutz-Produkt (Valoren-Nr. 2  762  392): Auch wenn mit dem Produkt auf den SMI bei Endfälligkeit ein Verlust entsteht, werden happige Steuern fällig. Der Grund: Die Capital Protected Unit (CPU) setzt sich aus einem Obligationen- und einem Optionenteil zusammen. Die Zinskomponente aus der Obligation beträgt sieben Prozent und wird als Einkommen besteuert.

ANLEIHEN MIT AKTIENRISIKEN. Aus der lukrativen 3-jährigen 71/8 Callable Yield Note Euro (auf Euro Stoxx, Nikkei, S&P, SMI) wird bei stark fallenden Aktienmärkten ein verlustreiches Aktien­investment. Zudem hat der Emittent ein jährliches Rückzahlungsrecht. Fällt einer der Aktienindizes um 40 Prozent, trägt der Anleger das Aktienrisiko. Steigen die Aktienkurse aber, wird der Emittent die Anlage zu 100 Prozent zurückzahlen. Nur wenn sich die Aktienmärkte kaum bewegen, geht die Rechnung auf.

HOHE KOSTEN. Der Inflation-Linked Bond Fund soll dem Investor einen regelmässigen inflationsgeschützten Ertrag garantieren. Bei der durchaus realistischen Annahme mittelfristig steigender Zinsen eine sinnvolle Anlage. Die Kosten fressen die Rendite allerdings weg. Es wird eine einmalige Ausgabekommission von einem Prozent belastet.

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WH&P Weibel Hess & Partner AG,
René M. Weibel, BILANZ-Depot, Postfach,
6371 Stans.

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