Die Schliessung erfolgt per Ende November. Allianz Suisse erklärt den Schritt damit, «dass der Markt noch nicht die erwartete Dynamik zeigt.»

Der Versicherer hatte die digitale Anlagelösung Elvia E-Invest vor rund zwei Jahren lanciert. Doch dann entwickelte sich die Nachfrage nach solch einer rein digitalen Anlagelösung nur wenig. «Dieser Entscheid ist uns nicht leichtgefallen. Aber offensichtlich war der Markt für unser rein digitales Angebot in der Schweiz noch nicht reif», sagt Stefan Rapp, der CFO der Allianz Suisse.

Im September wurde bekannt, dass die Glarner Kantonalbank ihrern Robo-Advisor «Investomat» abschalten wird. Die Erklärung der GLKB ähnelt jener von Allianz Suisse: Die Schliessung erfolge wegen «zu geringe(r) Nachfrage» bei den Anlagekunden, aber auch wegen der «generell geringen Marktanteile, die Robo Advisors in der Schweiz bisher gewinnen konnten.»

Persönliche Angebote ausbauen

Die Kundinnen von Elvia E-Invest erhalten nun entweder den aktuellen Depotwert ihrer Anlage ausbezahlt, können das Depot bei der Saxo Bank zu den dort geltenden Konditionen weiterführen, oder sie können auf andere Anlagelösungen der Allianz Suisse zurückgreifen.

Auf der anderen Seite, so die Mitteilung weiter, will Allianz Suisse das persönliche Vorsorgegeschäft weiter ausbauen. «Angesichts des demographischen Wandels, des anhaltenden Niedrigzinsniveaus und der ungelösten Probleme in der 1. und 2. Säule sehen wir hier grosses Potenzial für die Zukunft», sagt Stefan Rapp

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