Der Schweizer Franken dürfte demnächst seinen Höhenflug wieder aufnehmen: Dies erwartet die führende Investmentbank der USA, Goldman Sachs. Die Märkte seien bereit, die Entschlossenheit der Schweizerischen Nationalbank zu testen.

Als sicher gilt, dass die SNB in den letzten Wochen massiv intervenierte, um einen Aufstieg des Franken zu verhindern. Ein Euro-Franken-Kurs von 1,05 könnte derzeit die inoffizielle Obergrenze sein, welche das Team um SNB-Chef Thomas Jordan nicht durchbrochen sehen will.

Die SNB werde sich hüten…

Doch laut dem Goldman-Sachs-Devisenstrategen Michael Cahill könnte es sich nun aber lohnen, darauf zu setzen, dass diese Grenze nicht hält – und dass der «Swissie» innerhalb der nächsten zwölf Wochen auf 1,02 Franken pro Euro steigen könnte. 

Das derzeitige Ausmass der SNB-Intervention zur Zügelung der helvetischen Hartwährung sei zuvor nur zweimal erreicht worden, und die SNB werde sich hüten, dauernd zu intervenieren. Auf der anderen Seite werden sich die Anleger so lange auf den Franken (wie auch den japanischen Yen und den US-Dollar) stützen, wie die Coronavirus-Pandemie die Welt verunsichert.

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«Die jüngsten Ereignisse in Europa führten zu verstärkten Spannungen an genau denselben Stresspunkten, welche in der letzten Dekade immer wieder für Unruhe sorgten, und dies wiederum schafft neuerlichen Aufwertungsdruck auf die traditionelle Save-Haven-Währung des Kontinents», so Cahill. «Dieser Druck auf die Devise dürfte sich kaum schnell lösen, und frühere Phasen mit grossen Interventionen liessen sich kaum je sehr lange halten.»

Der Franken hat gegenüber dem Euro seit Jahresbeginn um gut 3 Prozent zugelegt.

Bloomberg» – rap)