Chinas Technologieaktien werden laut JPMorgan weiterhin von Durchbrüchen profitieren, da das Land seine Bemühungen intensiviert, mehr Unternehmen wie DeepSeek zu schaffen. «Wir glauben, dass es in China noch viele Chancen im Technologiebereich gibt», sagte Raisah Rasid, Global Market Strategist des Unternehmens, bei einer Pressekonferenz in Singapur. «Wir werden immer mehr Fortschritte in der Robotik sehen, immer mehr DeepSeek-Momente.»

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Ein Index für auf dem Festland notierte Technologieaktien ist in diesem Jahr bisher um 11 Prozent gestiegen und übertrifft damit seine Pendants in Hongkong und den USA, da Investoren in Scharen zuströmen. Tägliche Entwicklungen in Bereichen wie Chips, Humanoiden und kommerziellen Raketen haben zusammen mit einer Fülle von geplanten Börsengängen zu dieser Euphorie beigetragen.

Mit Blick auf die Zukunft sieht Rasid Ausgaben für künstliche Intelligenz und eine günstigere Politik als wichtige Katalysatoren für chinesische Tech-Aktien.

Chinas führende Hyperscaler gaben im vergangenen Jahr etwa 50 Milliarden US-Dollar aus, gegenüber 350 Milliarden US-Dollar bei ihren US-Konkurrenten, sagte sie. Dies lasse mehr Spielraum für einen Anstieg der chinesischen Investitionsausgaben, was wiederum den technologischen Fortschritt vorantreiben werde, so die Strategin.

Auf der Nachfrageseite integriert das asiatische Land KI in eine Vielzahl von Sektoren wie Lebensmittel und Gastgewerbe. Laut Rasid könnten chinesische Technologieunternehmen neben den Onshoring-Bemühungen der Regierung auch von einer Lockerung der US-Beschränkungen für Chip-Exporte profitieren.

Wachstum ja, aber langsamer

Auch Goldman Sachs prognostiziert für chinesische Aktienindizes ein weiteres Wachstumsjahr, wenn auch mit einem langsameren Tempo als 2025, wobei die Gewinne durch KI und politische Massnahmen gestützt werden. Der MSCI China Index wird demnach bis Ende 2026 voraussichtlich um 20 Prozent auf 100 Punkte steigen, während der CSI 300 Index um 12 Prozent auf 5200 Punkte zulegen dürfte, schrieben Strategen wie Kinger Lau am Mittwoch in einer Mitteilung.

«Unsere erwarteten Aktiengewinne im Jahr 2026 sind fast ausschliesslich gewinnorientiert», sagten sie. Das Gewinnwachstum werde «durch KI, ‚Going Global’ und Anti-Involutionspolitik gestützt».

Die Aktienrallye in China hat sich mit starker Dynamik ins neue Jahr fortgesetzt, und Goldman Sachs schliesst sich anderen grossen Unternehmen an, die trotz der kräftigen Gewinne im Jahr 2025 einen positiven Ausblick beibehalten.

Die Hochstufung spiegelt die Zuversicht wider, dass Gewinnsteigerungen, politische Initiativen und neue Wachstumsmotoren das Interesse der Anleger aufrechterhalten werden. Der CSI 300 ist im Jahr 2026 bisher um 3,5 Prozent gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht. Der MSCI China hat um etwa 3,6 Prozent zugelegt und damit den S&P 500 übertroffen.

(bloomberg/cash)

Dieser Artikel erschien zuerst bei Cash.