Der Schweizer Risikokapital-Fonds Lakestar des Investors Klaus Hommels erhält reichlich Kapital: Umgerechnet 719 Millionen Franken (735 Millionen Dollar) haben die Schweizer bei Investoren eingesammelt.

Ein Drittel des Kapitels will Hommels in Unternehmen in der Early Stage investieren, ferner in Start-ups in der Wachstumsphase – vor allem in Europa.

Der Fokus auf Europa ist für den inzwischen eingeschweizerten Rheinländer wohl auch Standortförderung. Grosse Finanzierungsrunden für europäische Start-ups werden oft von US-Fonds angeführt. In der Vergangenheit hat Hommels immer wieder die Finanzierungslücke für europäische Wachstumsfirmen beklagt und sich dafür ausgesprochen, dass die Gelder mehrheitlich aus Europa kommen, damit die Firmen hier bleiben und auch ihre Corporate Governance europäisch bleibt.

Ziel: Milliardenmarke

Angaben zufolge waren beim zweiten Closing im Herbst 2019 bereits umgerechnet 685 Millionen Franken (700 Millionen Dollar) im Topf. Ein offizielles Closing gab es damals aber nicht. Angepeilt war, noch näher an die Milliardenmarke heran zu kommen, hiess es damals.

Das Geld sammelte Hommels weltweit ein: Zu den Investoren sollen Singapurs Staatsfonds Temasek gehören, ebenso wie das Family Office des Alibaba-Gründers Jack Ma, der European Investment Fund EIF sowie deutsche Konzerne wie Henkel.

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Hommels ist ein erfahrener Investor mit besten Verbindungen ins Silicon Valley. Mit frühen Beteiligungen an damals unbekannten Jungfirmen wie Facebook, Xing, Spotify, Airbnb oder Skype erarbeitete er sich den Ruf als erfolgreichster VC der Schweiz und einer der erfolgreichsten Europas – Auszeichnungen auf der «Midas List» des US-Magazins «Forbes» inbegriffen. 2018 investierte Hommels unter anderem in die Digitalbank Revolut oder in den Online-Immobilienhändler Opendoor.

Mit seiner Risikokapitalgesellschaft Lakestar sammelt der Wahlschweizer nun Geld von anderen Investoren ein und steckt es in neue Jungfirmen.

(ccr)

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