Laurence «Larry» Fink ist einer der mächtigsten Männer im globalen Finanzsystem. Seine Firma Blackrock ist der weltgrösste Vermögensverwalter, sie beschäftigt 16'500 Mitarbeiter und verwaltet 6,5 Billionen Franken. Diese Summe würde reichen, um eine Beteiligung von sechs Prozent an jeder börsenkotierten Firma auf der Erde zu kaufen.

In einem elfseitigen Brief an seine Aktionäre nimmt Fink nun Stellung zur heutigen Lage: Er habe in seiner 44jährigen Karriere am Finanzmarkt noch nie etwas Vergleichbares erlebt wie die Coronavirus-Krise. Danach werde die Welt nicht mehr die gleiche sein. «Die Psychologie der Anleger wird sich ändern. Die Geschäftstätigkeit wird sich ändern. Der Konsum wird sich ändern.»

Blick nach vorne

Trotzdem glaubt Larry Fink, dass die Wirtschaft sich stetig erholen wird. Dies unter anderem weil Zentralbanken und Staaten rasch reagieren. Deswegen ergäben sich jetzt Chancen für jene Anleger, die nicht den auf den wackelnden Boden unter ihren Füssen schauen, sondern zum Horizont blicken. Dort zeigten sich enorme Chancen an den Finanzmärkten.

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Tatsächlich würden jetzt gerade viele Kunden von Blackrock an den Aktienmärkten Kaufgelegenheiten suchen. Darunter seien auch Kunden, die sonst eher nicht in Aktien investieren. Fink glaubt insbesondere daran, dass China langfristig eine grosse Gelegenheit für Investoren biete. «Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass China auf lange Sicht eine der grössten Chancen für BlackRock darstellt», schreibt Fink, «trotz der Unsicherheit und Entkopplung globaler Systeme, die wir heute sehen.»

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