Tidjane Thiam ist jetzt statt am Paradeplatz in Zürich an der New Yorker Wall Street tätig: Der Ex-Chef der Credit Suisse gründete eine SPAC (Special Purpose Acquisition Company), um mit diesem Vehikel anderen Firmen unkompliziert zu einem Platz an der Börse zu verhelfen.

Nun hat der Ex-Banker den ersten Deal für «Freedom Acquisition» - so heisst die Firma - eingefädelt, wie die «Financial Times» wissen will (kostenpflichtiger Link). Und zwar mit einem mexikanischen Fintech namens Credijusto und dem Datenanbieter CIAL Dun & Bradstreet.

Credijusto: Ein sehr erfolgreiches Startup

Das erst sechs Jahre alte Startup Credijusto verleiht Kredite an kleine und mittlere Unternehmen in Mexiko - und wächst dank seiner unkomplizierten Kreditvergabe jährlich um eindrückliche 250 Prozent. Die beiden Gründer - David Poritz und Allan Apoj - sind erst gut 30 Jahre alt. 

Vereint wären die drei Gesellschaften geschätzt 1,5 Milliarden Dollar wert. Bei einem SPAC-Deal wird ein an der Börse gehandeltes Unternehmen - in diesem Fall Thiams «Freedom Acquisition» - mit einem anderen Unternehmen vereint. Dadurch gelangt das andere Unternehmen durch die Hintertür an die Börse. 

Nebst Tidjane Thiam versuchen sich auch Ex-UBS-Chef Sergio Ermotti sowie etliche weitere bekannte Manager als SPAC-Investoren. Thiam hat für seine SPAC Investitionen von 345 Millionen Franken erhalten - unter anderen zählt der Gründer des französischen Luxusunternehmens Kering, François Pinault, auf Thiams Geschick als «Dealmaker» und hat sich beteiligt.

(mbü)

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