Mit der diesjährigen Preissenkung bei den Medikamenten hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rund 60 Millionen Franken eingespart. Für die gesamte dreijährige Überprüfungsperiode 2020 bis 2022 rechnet das Amt mit Einsparungen von mindestens 250 Millionen Franken.

Das Bundesamt überprüft seit 2017 jährlich die Preise von einem Drittel der von den Krankenkassen vergüteten Arzneimittel. Die Kriterien dabei sind Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. In der Periode 2020 bis 2022 überprüfte das BAG im laufenden Jahr das letzte Drittel der Medikamente auf der Spezialitätenliste. Dabei handelte es sich um kassenzulässige Arzneimittel aus den Bereichen Herz und Kreislauf, Infektionskrankheiten und Augenheilkunde.

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Preissenkungen bei Generika

Bei gut der Hälfte der überprüften Originalpräparate ordnete das BAG Preissenkungen an. Bei den restlichen Produkten war keine Preissenkung angebracht; diese waren im Vergleich zu den Referenzländern und zu anderen Arzneimitteln weiterhin wirtschaftlich.

Die Preise für Generika müssen auf Geheiss des Amts bei 57 Prozent der Präparate sinken. Die Preissenkungen erfolgen am 1. Dezember. Die Prüfung der bisher noch nicht kontrollierten Medikamente schliesst das BAG in den nächsten Monaten ab. (awp/sda/hzi/sec)