Hinter jedem Mitarbeitenden steckt ein Mensch – nach dieser Devise arbeitet Cati Rodrigues, seit sie 2006 als KV-Lernende bei Swica St. Gallen ins Berufsleben eingestiegen ist. Beim Sammeln von Berufserfahrung realisierte sie nach und nach, dass sie nicht nur gerne mit Menschen zusammenarbeitet, sondern es auch unglaublich spannend findet, Menschen zu begleiten, deren Talente zu entdecken und sie zu fördern. 

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«Meine Vorgesetzten haben mich immer viel ausprobieren lassen.»

Bis sie 2014 als Teamleiterin zum ersten Mal Führungsverantwortung übernehmen konnte, durchlief sie als Sachbearbeiterin und Fachspezialistin verschiedene Stationen in der Regionaldirektion St. Gallen, alle im Privatkundengeschäft. «Aufgrund seiner Vielfältigkeit und weil er so nah am Leben ist, entspricht mir dieser Bereich.» Während dieser Jahre hatte die heute 32-Jährige die Möglichkeit, alles von der Pike auf zu lernen, und schon in ihrer ersten Führungsrolle als Teamleiterin konnte sie von den gemachten Erfahrungen und dem dadurch angeeigneten Wissen profitieren. Dass sie im selben Bereich Vorgesetzte wurde, in dem sie zuvor als Mitarbeitende gearbeitet hatte, war für sie kein Problem. «Klar ist es am Anfang etwas komisch, wenn man vom Teammitglied zur Vorgesetzten wird, doch mit Offenheit, direkter Kommunikation und gelebter Feedbackkultur lassen sich viele Unsicherheiten und Ängste überwinden.» 

Bei ihrer ersten Führungsaufgabe ging die Ostschweizerin vor, wie bei allen neuen Aufgaben: mit offenen Augen und Ohren sowie einer grossen Portion Neugierde packte sie die Herausforderung an. Zudem hat ihr auch ihr Lebensmotto «Alles geschieht aus einem guten Grund, lerne daraus» immer wieder geholfen, sich selbst in vertrackten Situationen zurechtzufinden. «Acht Jahre Führungsarbeit haben mich geprägt und verändert», blickt sie auf ihre Anfänge als Vorgesetzte zurück. Neben einer klaren und offenen Kommunikation sei Toleranz etwas vom Wichtigsten für ein produktives und positives Miteinander. «Meine Vorgesetzten haben mich immer viel ausprobieren lassen, und diese Freiheiten gebe ich auch meinen Mitarbeitenden weiter.» Das galt auch für die neue Verantwortung als Regionalleiterin Underwriting & Vertragsservices, die sie seit dem vergangenen April übernehmen konnte.

Obwohl sie nicht so gerne die Schulbank drückt und sich als bekennende Praktikerin beschreibt, hat Cati Rodrigues kurz vor Pandemiebeginn den eidgenössischen Sozialversicherungsfachausweis abgeschlossen. «Eine Mitarbeiterin hat mich motiviert, den Kurs zusammen mit ihr zu absolvieren.» Und weil ja bekanntlich alles aus einem guten Grund geschieht, tat sich im vergangenen Jahr intern ein neues Türchen auf. «Seit August 2021 unterrichte ich an unserem Hauptsitz in Winterthur Branchenkunde im Fachbereich Sozialversicherungen für unsere Lernenden.» Dies sei nicht nur bereichernd, sondern auch lehrreich. 

Auch ihre Arbeit bezeichnet Cati Rodrigues nach wie vor als lehrreich. Dies obwohl sie nun schon seit bald zwanzig Jahren im selben Bereich und beim selben Arbeitgeber arbeitet. «Unsere Arbeit hat sich massiv verändert; so müssen wir viel strengere Datenschutzrichtlinien beachten, unterliegen mehr Kontrollen und auch die Kundenerwartungen sind gegenüber früher stark gestiegen.» Letzteres wirke sich vor allem auf die Zeit vom Erstgespräch bis zur Kundenbestätigung aus. «Diese wird immer kürzer, oder anders ausgedrückt: Wir werden immer schneller …», lacht sie.

Viel Neues dürfte Cati Rodrigues auch in den kommenden Monaten lernen. Zusammen mit ihrem Lebenspartner hat sie Wohneigentum erworben, das noch gebaut werden muss. Neben Neugierde und Flexibilität dürften in dieser Phase auch Toleranz und Geduld eine wichtige Rolle spielen. «Eines meiner Ziele ist es, mich nicht nur privat, sondern auch beruflich stetig weiterzuentwickeln, daher lasse ich mich von den Horrorgeschichten, die viele Leute zum Besten geben, wenn es ums Bauen geht, nicht abschrecken», meint sie schmunzelnd.