Das Preisniveau patentgeschützter Medikamente ist im europäischen Ausland im Durchschnitt 8,9 Prozent tiefer als in der Schweiz, patentabgelaufene Originalpräparate kosten im Ausland 14,3 Prozent weniger. Die Preisunterschiede sind wie bereits seit Jahren vor allem bei Generika und Biosimilars markant: Im Ausland sind Generika um rund die Hälfte günstiger (45,3 Prozent), Biosimilars kosten 29,9 Prozent weniger. Dies ergibt der fünfzehnte gemeinsame Auslandpreisvergleich von Santésuisse und Interpharma, der aktuelle Fabrikabgabepreise von Medikamenten mit denjenigen des europäischen Auslands vergleicht.

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health 24 summit

 HZ Insurance Health 24 Summit: Am 4. Juli im Widder Hotel in Zürich.

Quelle: HZ Insurance
HZ Insurance Health 24 Summit

Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut. Das lassen wir uns aber auch einiges kosten, was viele Herausforderungen für die Marktplayer mit sich bringt. 

Welche das sind, erfahren Sie hautnah und topaktuell am neuen C-Level Event für den Gesundheitssektor: Der HZ Insurance Health 24 Summit checkt am 4. Juli im Widder Hotel in Zürich unter dem Motto «Fit für die Zukunft. Das Gesundheitssystem der Schweiz im Wandel» den Puls der Branche. Hochkarätige Gäste und Expertinnen und Experten drehen das Scheinwerferlicht auf die drängendsten Themen. Welche Lösungswege gibt es, wo besteht Optimierungspotenzial? Und was haben die Patienten davon? Sichern Sie sich ein Ticket und diskutieren Sie mit! 

Hier geht’s zum Programm und zur Anmeldung. Wir freuen uns auf Sie.

Medikamente machen einen bedeutenden Anteil der OKP-Kosten aus. Um die Preisentwicklung faktenbasiert beurteilen zu können, vergleichen Santésuisse und Interpharma daher jährlich gemeinsam die aktuellen Fabrikabgabepreise mit denjenigen in ausgewählten europäischen Ländern. 

System modernisieren

Der Geschäftsführer von Interpharma, René Buholzer, hält fest: «Die Preise patentgeschützter Medikamente sind auf europäischem Niveau. Bei konstanten Wechselkursen beträgt der Preisunterschied zum Ausland nur noch zwei Prozentpunkte. Und: Medikamentenpreise sinken stetig. Die Preissenkungen bringen jährlich wiederkehrende Einsparungen von 1,5 Milliarden Franken für das Gesundheitswesen. Doch der einseitige Blick der Politik auf die Kosten gefährdet zunehmend den Zugang der Patientinnen und Patienten zu innovativen Medikamenten. Wir müssen jetzt handeln und das veraltete System der Preisbildung umfassend modernisieren – damit sowohl die Versorgung als auch die Finanzierbarkeit gewährleistet bleiben».

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Mehr berappen als im Ausland

«Wer in der Schweiz Medikamente kauft, zahlt mehr als im Ausland. Die Preisunterschiede haben sich nun sogar noch erhöht. Wir erwarten, dass der Bund sofort Massnahmen ergreift, und vor allem bei den Generika die überhöhten Preise auf das europäische Niveau senkt. Insgesamt können bei den Arzneimitteln jährlich mehr als 1.3 Milliarden Franken gespart werden – völlig ohne Qualitätsverlust», ist die Direktorin von Santésuisse, Verena Nold, überzeugt. (pd/hzi/bdw)

Zum Vergleich

Bereits zum fünfzehnten Mal haben der Krankenversicherungsverband Santésuisse und Interpharma, der Branchenverband der forschenden Pharmaindustrie, gemeinsam einen Auslandpreisvergleich von Medikamenten durchgeführt. Dabei wurden die Fabrikabgabepreise in der Schweiz mit denjenigen in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden für patentgeschützte und patentabgelaufene Originalpräparate sowie Generika und Biosimilars verglichen. Beim Auslandpreisvergleich wurden die Preise im Zeitraum Januar bis April 2024 verglichen.