Für Investoren im Technologiesektor ist es derzeit eine wichtige Überlegung, ob es einen Zusammenhang zwischen ESG-Aspekten (Environment, Social und Governance) und der jeweiligen Aktienbewertung gibt. Eine Studie des Vermögensverwalters Janus Henderson Investors untersuchte nun diesem Zusammenhang. Im Ergebnis zeigt sich: Technologieunternehmen mit hohen ESG-Standards werden vom Markt in der Regel besser bewertet.

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60 Prozent der Unternehmen zeigten laut Studie einen Bewertungsaufschlag, den der Markt für die Unternehmen mit höheren ESG-Werten gewährte. Die ESG-Bewertungen können den Experten zufolge durch die Transparenz der ESG-Daten eines Unternehmens beeinflusst werden, die wiederum oft von der Marktkapitalisierung der Unternehmen abhänge. 

Von 2018 bis 2020 sei ein klarer Trend zu erkennen: Die Aufschläge hätten sich ausgeweitet; weltweit seien 2020 Aufschläge gewährt worden. Sowohl Europa als auch Nord- und sogar Südamerika hätten über die drei Datenjahre hinweg einen anhaltenden Anstieg der Aufschläge für Unternehmen mit höherem ESG-Score in Bezug auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis verzeichnet.

Die Studie zeigt auch, dass Bewertungsaufschläge für höhere ESG-Ratings nicht unbedingt vom Wachstum abhängig sind. Es sei ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass ESG-Ratings für wachstumsstarke Aktien mit hohen Multiplikatoren weniger relevant wären, heisst es. Die Studie zeigte, dass der Zusammenhang bei wachstumsstarken Unternehmen sogar noch grösser ist.

Die Untersuchungen belegen empirisch, dass Unternehmen, die in Bezug auf ESG-Kriterien gut abschneiden und sich in diesen Bereichen deutlich verbessern konnten, von den Marktteilnehmern tendenziell höher bewertet werden. Daher sollten ESG-Faktoren unbedingt in den Anlageprozess integriert werden, so die Studienautoren. Nach Ansicht von Alison Porter, Portfolio-Managerin bei Janus Henderson, kann sich ein wirksames aktives Engagement zur Verbesserung der ESG-Performance positiv auf die Kapitalerträge auswirken. (pm/hzi/mig)