Der Rückversicherer Munich Re hat Pläne angekündigt, eine KI-Technologie im Rahmen seines Smart Mobility-Programms einzusetzen. Ziel ist es, Fuhrpark-Betreiber unter den Kunden dabei zu unterstützen, gutes Fahrverhalten zu fördern und Unfälle zu vermeiden. 

Munich Re America Services hat dazu die Zusammenarbeit mit Netradyne, ein auf künstliche Intelligenz (KI) und Edge Computing spezialisiertes Unternehmen mit Schwerpunkt auf Fahrer- und Flottensicherheit, bekanntgegeben. Munich Re America Services wird das KI-gestützte Kamerasystem «Driver-i»von Netradyne in die Liste der zugelassenen Risikolösungen für gewerbliche Flottenkunden aufnehmen.

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Das Smart-Mobility-Team von Munich Re nutzt bereits seine zum Patent angemeldete Loss Detect-Software, um die Schäden eines Versicherten zu bewerten und dann eine Sicherheitslösung zu empfehlen, die vermeidbare Schäden innerhalb dieses Schadenprofils am besten abmildert. Die Idee dahinter: Diese Lösungsoptionen sollen den Kunden in die Lage versetzen, Unfallhäufigkeit und -schwere zu mindern, Risiken zu reduzieren und die Betriebskosten zu senken, damit die Fahrer sicher auf den Strassen unterwegs sind.

Überwachung mit Sicherheitskameras

Das KI-Kamerasystem Driver-i ist eine Plattform für Sicherheitskameras in Fuhrparks, die gutes Fahrverhalten fördern soll. Sie liefert Daten, um die Sicherheitsleistung einer Flotte automatisch zu trainieren und zu verbessern und sie kann Geschwindigkeit, Einhaltung von Verkehrsschildern, Folgeabstand, aggressives Fahren und abgelenktes Fahren bewerten.

Laut dem US-Magazin Vice.com hat bereits Amazon in Nordamerika begonnen, seine Zustellfahrzeuge mit modernen Kamerasystemen auszustatten. Diese KI-unterstützten Kameras im Führerhaus filmen ständig in alle vier Richtungen und warnen den Fahrer in bestimmten Situationen, die potenziell gefährlich werden könnten. Die Zusteller fürchten eine invasive Überwachung.

Mike DiNucci, Chief Revenue Officer bei Netradyne, sagt zur Kooperation mit Munich Re: . «Da die Zahl der Klagen gegen Fuhrparks so hoch ist wie nie zuvor, sind fortschrittliche Tools wie Driver-i wichtig, um sowohl Fuhrparks als auch Versicherer zu schützen. Selbst in den 20 Prozent der Fälle, in denen die Flotte die Schuld trägt, spart die sofortige, klare und unvoreingenommene Darstellung des Vorfalls den Fuhrparks viel Zeit.»

Auch Bruce Weisgerber, Smart Mobility Leader bei Munich Re, betont die Vorteile der Zusammenarbeit: «Wir freuen uns, unseren Kunden ein weiteres Instrument zur Verfügung stellen zu können, das die Sicherheit der Flottenfahrer während des Betriebs ihrer Fahrzeuge auf der Strasse gewährleistet.» (pm/hi/mig)