Für MAN Energy Solutions arbeiten mitten in der Stadt Zürich rund 800 Mitarbeitende und 60 Lernende. MAN ist das einzige Unternehmen der Maschinenindustrie, das im Herzen der Stadt Zürich seine Produktion hat – und dies seit über 200 Jahren. Das Industrieunternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschland und beschäftigt rund 14’000 Mitarbeitende an mehr als 120 Standorten weltweit.

Patrik Meli ist seit 1.9.2019 Managing Director der MAN Energy Solutions Schweiz AG sowie Head of Compressors Engineering Turbomachinery. Meli hat seine Karriere im Unternehmen 1987 mit einer Lehre als Konstrukteur gestartet und seine Ausbildung mit einem Diplomstudium Maschinenbau sowie einem Nachdiplom als Wirtschaftsingenieur komplettiert. An der Gründungssitzung vom 23. März 2021 wurde Patrik Meli zum Präsidenten des Industriesektors «New Energy Systems» gewählt.

Patrik Meli auf LinkedIn.

MAN Energy Solutions Schweiz AG
Hardstrasse 319, 8005 Zürich
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Status: aktiv
Kapitalisierung: CHF 10’000’000.00
Gründungsjahr: 1931
D-U-N-S® Nr.: 48-175-5080

Herr Meli, was bedeutet Ihnen Sicherheit?
Sicherheit ist für uns Alltagsgeschäft. Als Industrieunternehmen im Herzen der Stadt Zürich und mit weltweit operierender Geschäftstätigkeit berechnen wir Sicherheit laufend. Auch wenn wir uns bewusst sind, dass es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, müssen wir Annahmen treffen und Wahrscheinlichkeiten heranziehen. Unser Ziel ist, möglichen Schaden von uns und unseren Kunden fernzuhalten. 

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Wie schützen Sie sich vor Gefahr und Schaden?
Ich würde eher von Risiken als von Gefahren sprechen. Risiken versuchen wir zu kategorisieren. Dies entlang der Achsen Eintretenswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Resultierend sind Szenarien, wie wir diesen Gefahren oder Risiken begegnen können. Dabei gilt unser erster Schutzgedanke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Entlang unserer Risikokarte bewegen wir uns von Reputationsgefahren bis hin zu Schaden durch Einsatz an Maschinen oder den Transport von schweren Bauteilen. Dazu haben wir als Präventionsmassnahmen Sicherheitsparcours installiert und Schutzkonzepte erstellt – und das Jahre vor der nicht für möglich gehaltenen Corona-Pandemie.

Dekarbonisierung im Herzen Zürichs

Können Sie mit Unsicherheiten leben?
Ja, das müssen wir. Für mich ist die zentrale Frage: Haben wir alles Mögliche gemacht, um die Risiken einzudämmen? Dabei wissen wir, dass wir nie eine totale Sicherheit erreichen. Doch neben der rationalen Seite gibt es auch das Bauchgefühl. Und das hat etwas. Hin und wieder muss man auf dieses Gefühl achten. Zumindest muss man es hinterfragen. Und was ich tun muss, damit meine Gefühlslage wieder auf Grün schaltet.

Wie oft machen Sie eine Risikoabwägung?
Regelmässig. In unserem Produktionsbetrieb machen wir regelmässige Rundgänge, während denen wir spezifische Risiken erkennen wollen oder auch stichprobenartig Abläufe und Prozesse auf Risiken hin hinterfragen. Gleiches machen wir auch im administrativen Bereich, wobei dort die Risiken selbstredend anderweitig gelagert sind. Risikoabwägungen sind Teil der Führungsverantwortung.

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Führende Frauen in der Assekuranz

Alle bisherigen Porträts finden Sie auf der Übersichtsseite.

Was ist Ihr höchstes Gut?
Die Gesundheit und Sicherheit all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Was würden Sie gerne versichern?
Am liebsten würde ich gar nichts versichern wollen, denn versichern heisst, dass ich mit einem Schadenfall rechnen muss. Doch bin ich froh, dass es Versicherungslösungen gibt, speziell dort, wo wir einen möglichen Schadeneintritt nicht verhindern können. Wichtig ist, wir tragen die direkten Konsequenzen eines Schadens immer selbst. Eine Versicherung hilft jedoch, die finanziellen Folgen zu reduzieren.

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Welches Renommee geniessen Versicherer in der Schweiz?
Grundsätzlich sind Versicherer solide und verlässliche Partner.

Wie kann ein Versicherer Kundenbeziehungen verbessern?
Indem er ein verlässlicher Partner ist und uns mit Tipps und Tricks hilft, die Eintretenswahrscheinlichkeit für Schäden zu minimieren. Ebenso schätzen wir den Austausch mit Experten, da wir von deren Sichtweisen profitieren und durch sie auf den aktuellen Stand einer Schadenfallbegrenzung gebracht werden.

Welches sind Ihre Entscheidungskriterien für die Wahl eines Versicherers?
In erster Linie sind es die Komponenten Leistung und Preis. Gleiches gilt aber auch für den Faktor Verlässlichkeit. 

Versicherer verkaufen Versprechen. Stimmt das?
Ja, denn sie versprechen mir die Gewissheit, dass ich in einem Schadenfall die finanziellen Konsequenzen nicht allein abfedern muss. Durch Policen und Verträge sind mir die Details bekannt.

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Wer regelt in Ihrem Unternehmen die Versicherungsfragen?
Grundsätzlich werden Vertragslösungen auf Konzernebene verhandelt, doch werden wir im Rahmen der Fachgespräche miteinbezogen.

Welchen Versicherungsabschluss haben Sie je bereut?
Keinen. Da bin ich zu stark von meinem Beruf als Ingenieur geprägt.