Dass Sandra Ringelstetter in ihrem Job richtig aufgeht und Spass daran hat, hört man im Gespräch aus jedem einzelnen Wort heraus. «Wenn mir etwas Freude macht, habe ich einfach den Drive.» Begeistert erzählt sie von länderspezifischen Herausforderungen, denen sie immer wieder gegenübersteht und bei denen sie ihr Fachwissen einbringen und erweitern kann. 

Ihre berufliche Karriere in der Assekuranz kommt nicht von ungefähr. Als sie in jungen Jahren vor der Berufswahl stand und nicht so recht wusste, in welche Richtung sie gehen sollte, konsultierte sie ihren Onkel, der früher bei der Allianz arbeitete. «Schnuppere doch einfach mal rein. Vielleicht machts dir Spass. Wenn nicht, kannst du später immer noch wechseln», habe er ihr geraten. Heute ist sie froh über diesen Rat, den sie beherzigte und der in ihr das Feuer für die Versicherungsbranche entfachte.  

Nach ihrer Grundausbildung bei der Baloise im deutschen Bad Homburg wurden ihr gleich vier verschiedene Stellen im Unternehmen angeboten. Und wieder spielte der Onkel eine zentrale Rolle. «Er legte mir nahe, die Sparte Transport anzusteuern, in der die Versicherungsbranche ihren Ursprung hat.» Die vielseitig interessierte Fachexpertin kommt sichtlich ins Schwärmen, dreht das Rad der Geschichte zurück zu den Händlern in Florenz und Genua, erzählt, wie alles begann und wie viel Einfluss und Gewicht Transportversicherungen heute noch haben. An Beispielen erläutert sie aktuelle Herausforderungen, die sie in ihrem Alltag meistert und die einfach nicht planbar sind. Sie strahlt und erwähnt, dass eben solche Situationen spannend seien und mitunter dazu beitragen, warum sie ihren Job so möge.

Führende Frauen in der Assekuranz

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Den Blick nach vorne richten und zielorientiert handeln ist Sandra Ringelstetters Devise. Sie ist überzeugt, dass es immer eine Lösung gibt, was sich in ihrer Grundhaltung widerspiegelt. «Wenn man in unserer industrialisierten Welt etwas wirklich will und ein Ziel vor Augen hat, dann erreicht man es auch», ist sie überzeugt, das sei eine Frage der Einstellung. Anstatt über Probleme zu lamentieren, packt sie lieber an, analysiert die Situation objektiv und sucht nach Lösungen, die für alle passen. Auch wenn sie dafür mal Umwege gehen muss, bleibt sie hartnäckig. Getreu nach ihrem Motto «Ganz oder gar nicht». Deshalb hat man ihr auch schon mal nachgesagt, sie sei zu beharrlich. «Aber wenn es sich lohnt, für etwas zu kämpfen, das den Unternehmenszielen dient, dann nehme ich das in Kauf.» Das liegt einfach in ihrem Naturell und ihrer direkten, ehrlichen Art, die sie sich auch von ihrem Team wünscht. 

Eine Kämpfernatur war sie schon als junges Mädchen, wollte immer vorne mit dabei sein und widmete sich dem Leistungssport. Zuerst im Speerwerfen, später in anderen Disziplinen und heute mit Ironman-Distanzen im Triathlon. Nicht gerade alltäglich. Doch das passt zu Sandra Ringelstetter, die das Aussergewöhnliche mag, sich als Otterspotter und Biberwatcher aktiv für Artenschutz im Tierreich einsetzt und sogar schon selbst eigenen Gin gebrannt hat. «Ich habe immer das angestrebt, was mir Spass macht und mich weiterbringt», fügt die gebürtige Deutsche an und gibt den Rat, «sich weder von den eigenen Zielen abbringen noch aufhalten zu lassen» an andere Frauen weiter.