"Die Renten steigen ab 1. Juli deutlich, und zwar um 6,12 Prozent im Osten und um 5,35 Prozent im Westen", sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). In dem entsprechenden Gesetzentwurf ist auch vorgesehen, den sogenannten Nachholfaktor wiedereinzuführen, den die FDP in den Ampel-Koalitionsverhandlungen durchgesetzt hatte. Rein rechnerisch hätte es 2021 - mitten in der Coronavirus-Krise - eine Rentenkürzung geben müssen. Die Rente blieb aber für die meisten Ruheständler stabil. Diese nicht stattgefundene Minderung wird nun vollständig mit der diesjährigen Erhöhung verrechnet. Die jetzige Erhöhung wäre sonst also noch deutlicher ausgefallen. Damit soll für mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen gesorgt werden. Trotzdem bleibt im Westen die höchste Rentenanpassung seit 1983, im Osten gab es zuletzt 1993 eine noch höhere. (reuters/hzi/kbo)

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