Die monatliche Aktualisierung zur Entwicklung der Anlageperformance von Schweizer Pensionskassen der UBS zeigt für den September ein düsteres Bild: Die Pensionskassen im Sample erzielten im September insgesamt eine durchschnittliche Performance von –1,56 Prozent nach Gebühren.

Seit Jahresbeginn erwirtschafteten sie damit eine Rendite von 5,76 Prozent und seit Messbeginn 2006 eine von 73,84 Prozent, schreibt die UBS. Die Bandbreite der Performance aller Pensionskassen sei mit 1,89 Prozent relativ weit gewesen.

Das beste Ergebnis von –0,60 Prozent lieferte im September eine grosse Pensionskasse mit mehr als 1 Milliarde Franken verwalteten Vermögen, das schlechteste mit –2,49 Prozent eine kleine Pensionskasse mit weniger als 300 Millionen Franken verwalteten Vermögen. Die Bandbreite bei den mittleren Pensionskassen (1,09 Prozent) war deutlich geringer als die der grossen (1,75 Prozent) und kleinen (1,82 Prozent).

Angst vor Inflation und Zinserhöhung

Zur Begründung schreibt die UBS, dass der September für die Finanzmärkte der schlechteste Monat seit dem initialen Rückgang im März 2020 war. Hintergrund war unter anderem ein starker Anstieg der Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen. Vor allem in den USA stieg die Angst, dass die Zentralbank wegen anhaltend hoher Inflation viel schneller als erwartet die Zinsen anheben müsste, heisst es.

Gleichzeitig nahmen die Sorgen um das Wirtschaftswachstum zu und in China kam die Schuldenkrise um den Immobilienkonzern Evergrande in Gang. Die UBS erwartet, dass sich diese Unsicherheiten bald legen, die Zentralbanken weiterhin sehr behutsam agieren und somit Risikoanlagen in den nächsten Monaten im Vorteil sein sollten.

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