In welche Bereiche sollen Vorsorgegelder investiert werden und in welche auf keinen Fall? Diese Fragen stellte die Axa rund 1000 Schweizerinnen und Schweizern. Die Studie zeigt: 55 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer in der Schweiz äussern ein Interesse daran, dass ihre Vorsorgegelder nachhaltig angelegt werden. Deutliche Unterschiede zwischen den Meinungen von Männern und Frauen gibt es in Bezug auf den Investitionszweck der Gelder.

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Frauen gewichten soziale Themen stärker als Männer

Frauen wünschen sich deutlich häufiger Investitionen in die Gesundheitsversorgung und -förderung (77 Prozent Zustimmung der Frauen vs. 59 Prozent Zustimmung der Männer) sowie in Bereiche wie soziale Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und Diversity (73 Prozent Zustimmung der Frauen vs. 53 Prozent Zustimmung bei den Männern).

Andere Prioritäten bezüglich Glückspiel, Pornos und Waffen  

Auch bei der Frage, in welche Bereiche keinesfalls investiert werden soll, gibt es teils deutliche Unterschiede. Besonders gross sind die Differenzen bei den Themen Pornografie, Palmöl, Menschenrechtsverletzungen, Waffenindustrie, Glücksspiel, Kernenergie und Alkohol – dort liegt der Anteil der Frauen, die ganz klar dagegen sind, mindestens 10 Prozentpunkte über dem Anteil der Männer. In Bezug auf Pornografie sagen 73 Prozent der Frauen, dass sie Investitionen in diesem Bereich entschieden ablehnen, bei den Männern sagen dies 46 Prozent. 

Kinderarbeit lehnen Frauen und Männer ab

Ziemlich einig sind sich Männer und Frauen hingegen, wenn es um Kinderarbeit geht: Investitionen, die in jeglichem Zusammenhang zu Kinderarbeit stehen, lehnen 91 Prozent der Frauen und 87 Prozent der Männer klar ab. (pm/hzi/mig)

Über alle Themen hinweg äussern Frauen durchwegs stärkere Meinungen als Männer, sei es, indem sie kritische Investitionsbereiche deutlicher ablehnen als Männer oder positiv besetzte Nachhaltigkeitsthemen stärker befürworten.
 

Zur Umfrage:

Die repräsentative Online-Befragung im Auftrag der Axa Schweiz wurde zwischen dem 11.-18. März 2022 mit 1014 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter zwischen 18 und 65 Jahren durchgeführt.