Im Berichtsjahr 2020 gingen bei der Ombudsstelle 4'457 Fälle ein, gegenüber 4'968 im Jahr 2019, wie die Ombudsstelle heute Montag in ihrem Jahresbericht schrieb. Die meisten Dossiers (2'160) betrafen das Thema Versicherungsleistungen, gefolgt von Abschluss oder Wechsel der Versicherung und Krankenkassenprämien- und Beiträge.

Wegen des Coronavirus hatte die Ombudsstelle mit bedeutend weniger Makler-Fällen zu tun, wie es weiter hiess. Ein Grund dafür seien die Folgen des Lockdowns - die Makler konnten potentielle Kunden nicht zu Hause aufsuchen oder an öffentlichen Plätzen ansprechen. Auch seien vermehrt besser ausgebildete Makler in Einsatz.

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Im ersten Pandemie-Jahr habe die Stelle relativ viele Anfragen erhalten, die einen Bezug zur EU aufwiesen. Dies liege nicht nur an den zahlreichen Grenzgängern, sondern auch an den Rentnern, die ihren Wohnsitz von der Schweiz in ein EU-Land verlegt hätten. Diese Fälle stellten für die Ombudsstelle in "rechtlicher Hinsicht eine grosse Herausforderung dar, weil jeder Mitgliedsstaat seine eigenen Besonderheiten aufweist".

In rund 90 Prozent konnte die Ombudsstelle den Entscheid des Versicherers bestätigen oder diesen ohne Rücksprache beim Krankenversicherer der versicherten Person erläutern. In 231 Fällen stellte die Ombudsstelle einen Antrag beim Krankenversicherer, in 181 davon erfolgreich. (sda/hzi/kbo)