Für Laura Schlup fing der Berufsweg bereits während des Studiums an. Nebenher zur Uni jobbte sie in einer Berner Immobilienagentur, war im Einsatz bei Hausbesichtigungen und erhielt Einblick in die Praxis der Immobilienverwaltung und Projektentwicklung. Davon profitiert sie noch heute. 

Betriebswirtschaft statt Innenarchitektur

Innenarchitektin wollte sie ursprünglich werden. Statt für den Traumberuf entschied sie sich dann doch pragmatisch für ein allgemeines Betriebswirtschaftsstudium, weil es mehr Möglichkeiten für einen Jobeinstieg bot und sie gerne auch mathematisch knifflige Aufgaben löst.

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Aus der Vermarktung und Bewirtschaftung von Immobilien wechselte sie 2015 als Betriebswirtschafterin in den Geschäftsbereich Immobilien Operations bei der Schweizerischen Mobiliar Asset Management AG. Seit 2021 leitet die 34-Jährige den Bereich. 

«Es ist ein vielseitiges Arbeitsgebiet mit sehr unterschiedlichen Tätigkeiten», erzählt die Bernerin. Zum einen geht es um die finanzielle Portfolioführung mit Reporting und Controlling von Immobilienportfolios. Zum anderen um die Weiterentwicklung des Bereichs Immobilien mit konzeptionellen und strategischen Fragestellungen wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit.

Mit Zahlen, auch Millionensummen zu jonglieren, spornt sie an und motiviert sie in ihrem Job. Schlaflose Nächte wegen der grossen Verantwortung? «Nein, mich reizen solche Herausforderungen eher und machen mir Spass», sagt sie lachend. Und Führung heisst bei der Mobiliar auch: «Wir teilen uns in einem interdisziplinären Team die Verantwortung.»

Nachhaltige Entwicklung zahlt sich aus

Überhaupt ist bei der Mobiliar als genossenschaftlich organisierter Versicherung einiges anders als anderswo. «Zum Beispiel liegt unser Fokus im Asset Management auf langfristiger Werterhaltung», erzählt Laura Schlup. Die nachhaltige Rendite stehe im Vordergrund, nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung. Dieser Sinn für Nachhaltigkeit ist auch einer der Gründe, warum sie sich für die Mobiliar als Arbeitgeberin entschieden hat. Sie ist überzeugt: «Nachhaltige Entwicklung zahlt sich aus.»

Stolz ist sie auf ein besonders spannendes Investment – die Überbauung WankdorfCity mit einem diversifizierten Nutzungskonzept: Auf dem Areal gibt es Studentenwohnungen, ein Hotel, Mietwohnungen in einem Hochhaus mit schönem Ausblick auf Bern und die Berge, mit Büroflächen, kleineren Retailflächen und einem Café. Ein ganzes Stadtviertel ist direkt neben der SBB-Konzernzentrale entstanden – und Laura Schlup durfte in der Projektleitung die finanzielle Portfoliosicht sicherstellen.

Laura Schlup ist der Typ junge Führungskraft, der gefördert und gefordert werden will. «Ich nehme gerne Herausforderungen an und löse gerne Probleme für andere. Das gibt mir viel positive Energie», sagt sie über sich selbst.

Lernfreudig und immer offen dafür, sich aktiv neues Wissen anzueignen, hat sie Chancen und Gelegenheiten wahrgenommen, als sie sich bei der Mobiliar boten. Sie nutzte auch Gelegenheiten, ausserhalb des Tagesgeschäfts in anderen Bereichen zu schnuppern, nahm an internen Innovations-Workshops teil und baute sich ein Netzwerk an Kontakten auf. 
 
«Wichtig ist auch das proaktive Einfordern von neuen Aufgaben», ist sie überzeugt. Bei verschiedenen Gelegenheiten hat sie auf sich aufmerksam gemacht, gezielt ihre Unterstützung angeboten und nicht gewartet, bis ihr die Arbeitgeberin eine anspruchsvolle Aufgabe anbietet. Zuletzt hat der Faktor Glück mitentschieden, meint Laura Schlup: «Als die Leitung Immobilien Operations frei wurde, war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und wurde direkt angefragt.»

Michèle Rodoni als Mentorin

Als Young Talent wird Laura Schlup bei der Mobiliar speziell gefördert – zum Beispiel durfte sie an einem einjährigen Mentoring-Programm teilnehmen. Ihre Sparringspartnerin war Michèle Rodoni, heute CEO, damals noch Geschäftsleitungsmitglied. «Vor allem der bilaterale Austausch mit einer erfahrenen Führungsperson war für mich sehr wertvoll. Ich konnte mich zu individuellen Themen austauschen, Tipps und Tricks abholen.» Sie sieht das als «unglaubliche Chance» und ist überzeugt von diesem Förderprogramm für junge Führungskräfte: «Man kann es sich nicht besser wünschen.»

Konkrete Ziele für die Zukunft gibt es noch nicht. In drei bis fünf Jahren will Laura Schlup jedoch nicht am gleichen Punkt stehen wie jetzt. «Es ist heute wichtig, sich immer wieder zu verändern», meint sie. Und: «Stillstand kann ich mir nicht vorstellen.» Vor allem freut sie sich jetzt erst mal auf eine Zeit nach Corona und einen guten «Groove» in ihrem sechsköpfigen Team, wenn sich alle wieder physisch im Büro treffen können.