Die Elektromobilität wird derzeit kontrovers diskutiert. Ist es für die einen die einzige Möglichkeit auf Emissionen auf den Strassen zu verzichten und damit einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz, sind andere der Meinung, dass die aktuelle Technologie noch nicht ausgereift sei.

Die Reichweiten sind zu niedrig, die Ladeinfrastruktur nicht ausreichend ausgebaut und die Preise für die Autos noch viel zu hoch – so die Argumente der Kritiker. Dazu kommt, dass laut einer Studie des schwedischen Umweltministeriums die CO2-Bilanz eines Elektroautos alles andere als umweltfreundlich ist. Es würden bei der Herstellung pro Kilowattstunde Speicherkapazität rund 150 bis 200 Kilo Kohlendioxid-Äquivalente entstehen, wodurch ein E-Auto erst nach acht Jahren Nutzung in der CO2-Bilanz vorne liegt.

Experten warnen vor Rohstoffknappheit

Eine neue Studie des Massachusettes Institute of Technology (MIT) hat kürzlich diese Bilanz zum Teil relativiert und kommt zum Ergebnis, dass ein Tesla sehr wohl sauberer sein soll als ein Kleinwagen mit Verbrennungsmotor. Doch es gibt bereits ein neues Problem vor dem Experten warnen – und zwar eines mit ungeahnten Schwierigkeiten, welche die gesamte Wirtschaft betreffen können.

Nach Informationen der «Welt am Sonntag» sorgen sich die Experten wegen des Booms der E-Autos vor einer Rohstoffknappheit. «Die Gefahr von Engpässen bei der Rohstoffversorgung steigt. Denn der Bedarf wächst schneller als die Kapazitäten bei der Förderung», zitiert die Zeitung Matthias Wachter, Abteilungsleiter Sicherheit und Rohstoffe beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Dieser Artikel erschien zuerst bei «Business Insider Deutschland» unter dem Titel: «Der E-Auto-Boom könnte verheerende Folgen haben, an die bisher noch niemand gedacht hat».

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