Der Gegenwind für die Schweizer Konjunktur hält unvermindert an. Der von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich berechnete Frühindikator verharrt im August unverändert bei 97,0 Punkten. Im Juli war er erstmals seit März wieder gestiegen.

Der für den August ausgewiesene Wert liegt am oberen Ende der Schätzungen: Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten den Indikator im Vorfeld im Bereich von 93,0 bis 98,0 Punkten erwartet. Der Vormonats-Wert wurde leicht nach unten revidiert (-0,1 Pkt).

Nachfrage aus dem Ausland und Konsum etwas positiver

Damit lässt eine Erholung weiter auf sich warten. Es gab den Angaben vom Freitag zufolge nur leichte Verschiebungen unter den vom Barometer erfassten Komponenten. Etwas positivere Signale kämen von den Indikatoren für die Nachfrage aus dem Ausland, im Inland von den Konsumperspektiven und vom Verarbeitenden Gewerbe. Die übrigen Indikatorenbündel (Gastgewerbe, Finanz-, Versicherungs- und übrige Dienstleistungen sowie Bauwirtschaft) deuteten dagegen eher auf eine Stagnation oder leichte Stimmungseintrübungen hin.

Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) stärkten vor allem die Indikatoren zum Auftragsbestand und zu den Lagern das Barometer. Ansonsten seien die Signale vernachlässigbar.

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes hätten sich die Aussichten vor allem für die Bereiche Maschinenbau, Metallindustrie, Chemieindustrie und die unter «Sonstige» zusammengefassten Branchen aufgehellt. Eingetrübt haben sie sich dagegen insbesondere für die Papier- und die Elektroindustrie.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

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