Die richtigen Partner? Wenden Sie sich nur an ausgewiesene Spezialisten. Massgeblich dafür sind Referenzen, Nachweis der Ausbildung und praktische Erfahrung mit energetischen Sanierungen. Holen Sie immer eine Zweitmeinung ein und prüfen Sie mehrere ­Varianten.

Zustand? Analysieren Sie die Ausgangslage: Wie alt ist Ihre Heizung? In welchem Zustand sind Fassade, Dach, Fenster, Dämmung, Kellerdecken usw.?

Budget? Denken Sie daran, dass alle 25 ­bis 30 Jahre grössere Gesamtsanierungen fällig sind. Bilden Sie Reserven von jährlich min­destens 1 Prozent des Gebäudewertes.

Planung? Lassen Sie eine erste grobe Aus­legeordnung machen, etwa durch einen Energieberater, Energieplaner oder Archi­tekten.

Welche Beratungsstellen stehen zur Verfügung?

  • Energie Schweiz bietet umfassende Informationen, unter anderem ein Verzeichnis aller ­Beratungsstellen.
  • Geak: Für ältere Gebäude lohnt sich auch ein sogenannter GEAK plus. Dieser Bericht umfasst eine ­Beurteilung der Energiebilanz (Energieausweis der Kantone GEAK) sowie Vorschläge zur Sanierung.
  • Das Gebäudeprogramm. Anlaufstellen für alle Fragen rund um Förderbeiträge für Sanierungen und mehr Energieeffizienz. Zuständig sind die Kantone. 
  • Förderprogramme. Eine Übersicht der Förderprogramme von Kantonen, Gemeinden und Städten bietet «Energie-Experten» 
  • Suissetec. Branchenverband der Gebäudetechniker – unter anderem mit Tipps und Merkblättern zur ­Heizungssanierung.
  • Wärmepumpen. Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS): Verzeichnis von Spezialisten, Unterstützung und Beratung, Offertenvergleich und so weiter.

Die wichtigsten Kosten-Kennzahlen bei Umbauten

Verdichten

Die Bau- und Zonen­ordnung lässt häufig Verdichtungen zu. Doch Vorsicht: Beim Ausbau ­eines Dachstocks, bei einer Aufstockung eines Wohnhauses oder einem Anbau gehen die Kosten öfters durchs Dach. Als Faustregel sagen Bauprofis: Die Preise sind dabei oft sogar höher als im Neubau, etwa 1000 bis 1200 Franken pro Kubikmeter umgebauten Raums. Denn oft sind Zusatzmassnahmen am bestehenden Haus nötig (z. B. Haustechnik, Zugänge, Oberflächen usw.).

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Wärmedämmung

Steildach 12'000 bis 20'000 Franken oder etwa 150 bis 250 Franken pro Quadratmeter.

Wärmedämmung Fassade

Bei günstigen Voraussetzungen 150 bis 250 Franken pro Quadratmeter. Bei aufwendigerer Sanierung (hinterlüftete Fassade etc.) eher 400 bis 600 Franken. Die energetische Sanierung der Gebäudehülle kann sich auf 20 bis 25 Prozent des Gebäudewertes summieren.

Fenster

Grob geschätzt 400 bis 500 Franken pro Quadratmeter Fensterfläche (bei guter Wärmedämmung, zum Beispiel U-Wert 0,6).

Malerarbeiten

Rund 12 bis 20 Franken pro Quadratmeter (Innenanstrich). Je nach Untergrund, Menge, Beschichtungsgänge und so weiter sehr unterschiedlich. Maler­arbeiten im Neubau sind günstiger.

Parkett

Rund 80 bis 250 Franken pro Quadratmeter, je nach Qualität, aber inklusive Verlegen.

Badezimmer- und Küchenumbau

Sehr variabel, je nach Standard und Geräten – meist mindestens 20'000 Franken. Faustregel für ­Küche und Bad in einem Mehr­fa­milien­haus: 75'000 Franken (beides zusammen).

Warmwasser

Solaranlage für Warmwasser ­(Solarthermie): circa 15'000 Franken. Wärmepumpenboiler: 3000 bis 3500 Franken.

Photovoltaik für ein Wohnhaus

Ab circa 15'000 Franken (Beispiel: 4 Photovoltaik-Module, Fläche etwa 60 Quadratmeter, etwa 250 bis 300 Franken pro Quadratmeter Fläche.

Ersatz der alten Heizung

Für einen einfachen Ersatz von Öl- oder Gasheizung budgetierte man bisher etwa 20'000 Franken. Eine aufwendigere Umrüstung auf erneuerbare Energie hat aber ihren Preis: 35'000 bis 45'000 (für ein Einfamilienhaus inklusive Erdwärmesonde, Bohrung, Montage und so weiter). ­Infolge wesentlich tieferer Energiekosten zahlt sich die Investition aber aus.  

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Stand: Juni 2019.