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Schweiz bleibt Hort für Offshore-Gelder

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Schwellenländer gewinnen für Schweizer Vermögensverwalter leicht an Bedeutung.Quelle: Statista

Trotz dem Ende des Bankgeheimnisses bleibt die Schweiz weltgrösster Vermögensverwalter. Am meisten Geld fliesst aus Schwellenländern zu.

Veröffentlicht am 18.06.2018

Die Schweizer Vermögensverwalter blicken auf schwierige zehn Jahre zurück. Die Steuerstreits mit den USA, Deutschland oder Grossbritannien belasteten das Geschäft – und die Schweiz musste unter internationalen Druck das Bankgeheimnis aufgeben.

Der Attraktivität des hiesigen Finanzplatzes hat dies offensichtlich nicht stark geschadet: Die Schweiz bleibt laut einem neuen Bericht der Unternehmensberaterin BCG vor Hongkong und Singapur das mit Abstand grösste Offshore-Vermögenszentrum der Welt. 2,2 Billionen Dollar internationale Gelder verwalten die Schweizer Banken hierzulande – in Hongkong und Singapur sind es 1,1 beziehungsweise 0,9 Billionen.

Steuerstreit hinterlässt Spuren

Spurlos ging der Steuerstreit am Bankenplatz allerdings nicht vorbei: Zwischen 2012 und 2017 zogen Kunden aus Westeuropa, Nordamerika und Japan ihre Mittel ab. Aus anderen Weltregionen floss den Schweizer Banken hingegen viel neues Geld zu. Und diese Verschiebung hin zu neuen Märkten dürfte sich fortsetzen: 2020 werden rund 60 Prozent der Schweizer Offshore-Gelder aus Schwellenländern stammen, wie die Grafik des Datenanbieters Statista zeigt.

(Dyfed Lösche, Statista/mbü)

Handelszeitung.ch präsentiert zusammen mit dem Statistik-Portal Statista jeden Dienstag eine aktuelle Infografik aus den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Wissenschaft.

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