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Kritik
Chinas Führung fürchtet sich vor Immobilienblase

Chinas Führung fürchtet sich vor Immobilienblase
Zentralbankchef Zhou Xiaochuan: Ton verschärft. Keystone

Der Zentralbank-Chef will Massnahmen ergreifen, um eine gesunde Entwicklung am chinesischen Immobilienmarkt zu sichern. Der Immobilien-Boom gilt zunehmend als Grund für Chinas Schuldenproblem.

In China wächst die Furcht vor einer Blasenbildung am Immobilienmarkt. Angesichts steigernder Häuserpreise und anhaltenden Kreditwachstums verschärfte Zentralbank-Chef Zhou Xiaochuan seinen Tonfall.

Die chinesische Führung achte sehr genau auf die Lage in einigen Städten, sagte er am Samstag am Rande der IWF-Jahrestagung in Washington. Sie werde angemessene Massnahmen ergreifen, um eine gesunde Entwicklung am Immobilienmarkt sicherzustellen.

Ähnlich äusserte sich Vize-Finanzminister Zhu Guangyao. Die Regierung werde rechtzeitig handeln, um eine Überhitzung zu verhindern.

Kampf gegen Spekulation

Mehrere chinesische Grossstädte hatten kürzlich Beschränkungen beim Immobilienkauf und bei Hypotheken erlassen, um Spekulanten einen Riegel vorzuschieben. Hatte der Immobilienboom zunächst das Wirtschaftswachstum in China befeuert, gilt er nun als ein Grund für Kreditrisiken im Banken-Sektor und Chinas Schuldenproblem.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte China im August aufgefordert, das Kreditwachstum zu drosseln und für mehr Finanzstabilität zu sorgen. Die Banken müssten verstärkt auf Kreditrisiken reagieren und ihre Kapitaldecke aufstocken.

(sda/gku)

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