In China besitzt laut einer neuen Studie das oberste Prozent der Bevölkerung mehr als ein Drittel des Vermögens des kommunistischen Staates. Die untersten 25 Prozent der Chinesen dagegen besitzen nur ein Prozent des Vermögens.

Das berichteten chinesische Medien unter Berufung auf eine Studie der Universität Peking. Die extreme Ungleichheit sorgt seit langem für Unmut in China und bereitet der Kommunistischen Partei Kopfzerbrechen, da sie zum Einen im Widerspruch zu ihrer Ideologie steht, zum Anderen die soziale Stabilität gefährdet.

Unterschiede zwischen Stadt und Land

Die Zeitung «People's Daily» schrieb zu der Studie, Hauptgrund für die ungleiche Vermögensverteilung sei der Unterschied bei den Löhnen in städtischen und ländlichen Gegenden.

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Laut der Studie, die auf Zahlen von 2012 basiert, liegt der Gini-Koeffizient für «Familienhaushalte» in China bei 0,73. Dies ist deutlich höher als von der Regierung dargestellt, deren Angaben zufolge der Gini-Koeffizient für China 2012 bei 0,47 lag. Je höher der Wert, desto grösser ist die Ungleichheit in einem Land.

In Deutschland etwa lag der Gini-Koeffizient laut der Weltbank im Jahr 2000 bei 0,28. Seitdem ist er etwas gestiegen, liegt aber weiter bei etwa 0,3.

(sda/dbe)