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Studie
Die Innerschweiz bleibt das Schweizer Steuerparadies

Die Innerschweiz bleibt das Schweizer Steuerparadies
Alphorn-Treffen auf der Rigi: Zentralschweizer Kantone bleiben steuergünstig. Keystone

Bevölkerung und Unternehmen müssen dieses Jahr nicht mehr Steuern zahlen. Fast überall bleibt die Belastung gleich hoch. Besonders zurückhaltend ist der Fiskus in der Innerschweiz.

Die Steuerbelastung in der Schweiz hat sich in diesem Jahr kaum verändert. Eine grosse Spannweite gibt es weiterhin zwischen den Kantonen. Mit der Steuervorlage 17 könnte sich dies ändern, prognostiziert BAK Basel. In den kommenden Jahren sei mit grossen Verschiebungen in der Schweizer Steuerlandschaft zu rechnen, schreibt die Konjunkturforschungsstelle BAK Basel in einer Mitteilung vom Dienstag.

Bis das Nachfolgeprojekt der vom Volk abgelehnten Unternehmenssteuerreform III umgesetzt werde, herrsche Stillstand. Dies zeigen auch die Zahlen zur Steuerbelastung für Unternehmen und Hochqualifizierte in 15 untersuchten Kantonen. Laut BAK Basel haben sie sich kaum verändert.

Uri und Graubünden senken Steuersatz

Für natürliche Personen mit einem Nettoeinkommen von 100'000 Euro sank die steuerliche Belastung geringfügig um 0,1 Prozentpunkte. Bei der Unternehmensbesteuerung ist es 2017 in praktisch keinem Kanton zu Veränderungen gekommen. Ausnahmen sind Uri und Graubünden, die ihren Steuerfuss gesenkt haben.

Dies hat keine Konsequenzen auf die Rangliste unter den Kantonen. An der Spitze steht Nidwalden mit einem effektiven Steuersatz von 10,1 Prozent, gefolgt von Appenzell Ausserrhoden und Luzern mit je 10,3 Prozent. Am höchsten werden Unternehmen steuerlich in Genf (21,4 Prozent), Basel-Stadt (19,6 Prozent) und Zürich (17,5 Prozent) belastet.

Tiefe Belastung in der Innerschweiz

Auch bei der Steuerlast hoch qualifizierter Arbeitnehmer schwingen Zentralschweizer Kantone obenaus: Die tiefste Besteuerung weisen Zug (23,0 Prozent), Obwalden (24,4 Prozent) und Uri (25,5 Prozent) auf. Am höchsten ist die Belastung in Neuenburg (37,7 Prozent), gefolgt von Bern (34,8 Prozent) und St. Gallen (33,0 Prozent).

(sda/mbü)

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