Die Zahl der leer stehenden Wohnungen hat in der Schweiz erstmals seit über einer Dekade wieder abgenommen. Konkret standen am per Stichtag 1. Juni 2021 laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) im Vergleich zum Vorjahr 7467 weniger Wohnungen leer.

Dies Entspreche einer Abnahme von 9,5 Prozent, teilte das BFS am Montag mit. Die entsprechende Leerwohnungsziffer einschliesslich der Einfamilienhäuser sei damit innert Jahresfrist um 0,18 Prozentpunkte auf 1,54 Prozent zurückgegangen. Dies sei der erste Rückgang seit zwölf Jahren.

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Mehr Wohnungen im Tessin

Dabei registrierte das BFS in sechs der sieben Grossregionen weniger leer stehende Wohnungen im Angebot als noch ein Jahr zuvor. «Die grössten Rückgänge der Leerstandsquoten wurden in den Grossregionen Ostschweiz und Nordwestschweiz beobachtet», heisst es dazu. Einzig die Grossregion Tessin habe im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg der Leerwohnungsziffer (+0,12 Prozentpunkte auf 2,83%) verzeichnet.

Den kleinsten Bestand an leeren Wohnungen weist der Kanton Zug mit 0,34 Prozent auf, gefolgt von Genf (0,51%), Zürich (0,72%), Graubünden (0,87%), Obwalden (0,96%), Basel-Landschaft (0,97%) und Schwyz (0,99%). Die meisten unbesetzten Wohnungen wurden mit 9312 Einheiten im Kanton Bern gezählt und der grösste Anstieg von leer stehenden und auf dem Markt angebotenen Wohnungen entfielen auf den Kanton Tessin (+378 Einheiten).

Das BFS weist in der Mitteilung zudem darauf hin, dass für die publizierten Resultate keine expliziten Untersuchungen zum Einfluss der Covid-19-Pandemie vorgenommen wurden.

(awp/mbü)