Die Euro-Zone hat im vierten Quartal 2019 das schwächste Wirtschaftswachstum des Jahres erzielt. Das Bruttoinlandsprodukt der 19 Länder erhöhte sich lediglich um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten mit 0,2 Prozent gerechnet, nachdem es im dritten Quartal noch ein Plus von 0,3 Prozent gab.

Im Gesamtjahr erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone nach ersten Berechnungen von Eurostat um 1,2 Prozent.

In In Spanien wuchs die Wirtschaft im letzten Quartal 2019 schneller als von Experten erwartet. In Italien und Frankreich hingegen schrumpfte die Wirtschaftsleistung: Wie das Statistikamt Insee in Paris nach ersten Daten mitteilte, lag die Wirtschaftsleistung (BIP) der zweitgrössten Eurozone-Volkswirtschaft im vierten Quartal um 0,1 Prozent niedriger als im Vorquartal.

Wachstum bei Lagerbeständen

Es ist die erste Schrumpfung seit gut drei Jahren. Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von im Schnitt 0,2 Prozent gerechnet. Für Belastung sorgten die Warenausfuhren und die Lagerbestände der Unternehmen.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und die Investitionen der Unternehmen wuchsen zwar, allerdings langsamer als im Vorquartal. Möglicherweise haben die Massenproteste gegen die Rentenreform der Regierung belastet.

Jahres-Inflation im Euroraum auf 1,4 Prozent gestiegen

Die jährliche Inflation im Euroraum im Januar 2020 wird von Eurostat auf 1,4 Prozent geschätzt, gegenüber 1,3 Prozent im Dezember. Dies besagt eine erste Schnellschätzung.

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in den 19 Euro-Staaten lag im Dezember 2019 bei 7,4 Prozent. Damit verzeichnete sie einen Rückgang gegenüber 7,5 Prozent im November sowie gegenüber 7,8 im Dezember 2018. Es war die niedrigste Quote, die seit Mai 2008 im Euroraum verzeichnet wurde. 

Quelle: Eurostat

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(Reuters/gku/rap)