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Studie
Die umsatzstärksten Wachstums-Champions

Betrachtet man die umsatzstärksten Wachstumschampions im Ranking von Statista, lässt der Schokoladenproduzent Lindt & Sprüngli die anderen Firmen weit hinter sich.

Von Isabel Steinhoff
am 15.02.2017

Konsultiert man das Ranking der deutschen Markt­for­sche­rin Statista betreffend konkrete Umsatzzahlen und nicht rein am Umsatzwachstum, katapultiert sich Lindt & Sprüngli an die Spitze der Wachstums-Champions-Auswertung. 3,65 Mil­liarden Franken Umsatz erzielte der Schokoladenproduzent 2015 und verzeichnet seit 2012 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 11 Prozent.

Die kumulierte Wachstumsrate von 36,9 Prozent ist für solche Traditions­unternehmen beachtlich. Keine andere so grosse oder bekannte Firma findet sich auf der Statista-Liste wieder. Der bereits 1845 gegründete Schokoladenproduzent hat über 13'000 Mitarbeitende an zwölf Produktionsstandorten und in mehr als 300 eigenen Geschäften. Für 2016 meldete das Traditionsunternehmen aus Kilchberg ZH eine Umsatzsteigerung von 6,8 Prozent und bleibt damit auf Erfolgskurs.

Bergbahnen auf Rang vier

Weit abgeschlagen mit 336 Millionen Franken liegt auf Platz zwei Ypsomed. Das ­Unternehmen mit Sitz in Burgdorf BE entwickelt und produziert Injektions- und ­Infusionssysteme für die Selbstmedikation bei Diabetes. Den dritten Rang hat sich Dottikon Exclusive Synthesis ergattert. 
Die börsennotierte Firma produziert Veredlungschemikalien, Zwischenprodukte und Exklusivwirkstoffe für die chemische und pharmazeutische Industrie.

Auf Platz vier findet sich mit Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis überraschenderweise ein Unternehmen aus der Tourismusbranche. Es zählt zu den grössten Bergbahn- und Tourismusbetrieben der Schweiz und beschäftigt je nach Saison bis zu 350 Mitarbeitende.

IT und Fintech ziehen

Als bunter Vogel in den Top 10 präsentiert sich auf Platz neun die auf Banken und Versicherungen fokussierte Managementberatung Synpulse. Sie verfügt mittlerweile über 220 Mitarbeitende, die aus über zwanzig Ländern stammen, und weist 2015 einen Umsatz von 53 Millionen Franken aus sowie 14 Prozent durchschnittliches Wachstum pro Jahr.

In den Top 25 finden sich insgesamt neun Firmen aus der IT- und Software­branche. Mit AdNovum findet sich die ­erste auf Platz sechs der Liste. Das Unternehmen aus Zürich erstellt Business- und Securitysoftware für Unternehmen und Behörden. In der Schweiz ist AdNovum marktführend im Bereich Identity und ­Access Management. Gleich dahinter folgt das Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen, das sich auf IT-Anwendungen für ­Gemeinden, Städte und Kantone spezia­lisiert hat. Auf Platz acht figuriert die Crealogix Holding, die Fintech-Lösungen für Banken entwickelt.

Wachstum im E-Commerce

Aber auch der Einzelhandel findet sich mit drei Firmen in der Top 25 wieder. Das 2009 gegründete Versandhandelsunternehmen Dodax, Platz elf, verzeichnete zwischen 2012 und 2015 ein Umsatzwachstum von über 32 Prozent, was sich in einen Umsatz von knapp 42 Millionen Franken ummünzen lässt. Das gleich alte Pendant aus der Westschweiz, MyPrivateBoutique, kann auf Platz 19 sogar 61,8 Prozent Wachstum vorweisen und erzielte damit 2015 einen Umsatz von 12,5 Millionen Franken.

Den Abschluss der Top 25 umsatzstärksten Unternehmen bildet Solarville. Ganz dem Namen nach ist sie im Bereich Planung, Bau und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen tätig. Und liefert Beratung sowie Installation von Energiespeicher und Elektromo­bilitätslösungen aus einer Hand. Die 
2011 gegründete Firma ist von 4 auf 26 Mitarbeiter angewachsen und sitzt in Winterthur. Vielleicht ein Vorgeschmack, welche Art von Firmen den IT-Unter­nehmen in Zukunft Konkurrenz machen könnten.

Die Top 25: Eine vergrösserte Ansicht finden Sie hier.

Lesen Sie mehr unter folgenden Links:

Die Methodik zur Studie «Wachstums-Champions der Schweiz».

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