Jeder Schweizer und jede Schweizerin - einschliesslich Babys und Vegetarier - hat 2011 durchschnittlich 53,7 Kilogramm Fleisch gegessen, 0,2 Prozent mehr als 2010. Das waren pro Woche also mehr als ein Kilo. Und dies schliesst die Fleischkäufe im grenznahen Ausland noch nicht mit ein.

Würden diese mitgezählt, so erhöhe sich der Pro-Kopf-Konsum nochmals um rund 2 Prozent, hiess es an der Jahresmedienkonferenz des Schweizer Fleisch-Fachverbandes (SFF) in Zürich. Diese Einkäufe über die Grenze machten im vergangenen Jahr rund 1 Milliarde Franken aus - 200 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Nach wie vor am liebsten essen die Schweizer Schweinefleisch, nämlich 24,9 Kilo pro Person und Jahr (-1,7 Prozent). Rind- und Kalbfleisch kamen deutlich seltener auf den Tisch (14,5 kg/+1,1 Prozent). Gegessen wurden zudem 11,4 kg (+3,9 Prozent) Geflügelfleisch und 8,9 (+0,8 Prozent) Fische und Krustentiere.

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Konjunkturlage schadet Weinkonsum

Dagen hat die Schweizer Bevölkerung 2011 weniger Wein getrunken als im Vorjahr. Sowohl Weine aus der Schweiz als aus dem Ausland sanken in der Publikumsgunst. Das Bundesamt für Landwirtschaft macht dafür die Konjunkturlage verantwortlich.

Insgesamt tranken die Weinliebhaber im Jahr 2011 in der Schweiz 2,74 Millionen Hektoliter in- und ausländischen Wein. Das sind 2,3 Prozent oder 62'806 Hektoliter weniger als im Vorjahr. Die konsumierte Menge bewegt sich damit aber im Rahmen der letzten fünf Jahre.

Deutlich weniger gefragt waren Rotweine. Deren Konsum ging um 51'111 Hektoliter zurück. Die Nachfrage nach Weisswein sank um 11'695 Hektoliter, wie aus der veröffentlichten Weinstatistik 2011 des Bundesamts für Landwirtschaft hervorgeht.

Italien bleibt beim Import die Nummer eins

Vom Nachfragerückgang war der Schweizer Wein stärker betroffen als der Wein aus dem Ausland. Der Gesamtkonsum von Schweizer Wein sank um 48'147 Hektoliter, zwei Drittel davon entfielen auf Rotweine.

Der Konsum von Rotweinen aus dem Ausland ging ebenfalls um 23'109 Hektoliter zurück. Steigender Beliebtheit erfreuten sich dagegen ausländische Weissweine, von denen 8450 Hektoliter mehr konsumiert wurden.

Die Weine aus Italien blieben aber Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala der Schweizer Bevölkerung. Auf sie entfielen 37 Prozent des Importvolumens. 23 Prozent der Weine stammten aus Frankreich und 21 Prozent aus Spanien.

(vst/tno/awp)