Die USA, China und vielleicht noch Indien, das sind die Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft. So die landläufige Meinung. Aber tatsächlich sind es nicht die Länder, sondern viele global verstreute Metropolen rund um den Globus, die für Wachstum sorgen. Das zeigt eine Auswertung der Wertschöpfung in 40’000 Mikroregionen durch die Beratungsgesellschaft McKinsey.

Über die Hälfte des BIP-Zuwachses der letzten zwanzig Jahre stammte demnach aus global verstreuten Wirtschaftszentren, die zusammen nur 0,9 Prozent der Fläche in Anspruch nehmen. Die Grafik zeigt: Solche Mikroregionen, in denen der BIP-Zuwachs pro Quadratmeter besonders gross ist, gibt es überall: In Europa sind diese nicht nur die bekannten Zentren London, Paris, die Benelux-Länder, Süddeutschland und die Schweiz, sondern auch Madrid, Barcelona, Mailand oder Stockholm.

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Doch die meisten Boomregionen befinden sich gemessen am Wachstum der letzten zwanzig Jahre in China, vor allem entlang der Küste, in der Provinz Shandong und rund um Peking. Auch in den USA und in Indien liegen viele der Boomzentren. In Afrika fallen die Städte am Golf von Guinea auf und das Nildelta in Ägypten. Im Nahen Osten ist das Wirtschaftswachstum stark auf Israel und die Vereinten Arabischen Emirate konzentriert.

Natürlich hängt dieses Phänomen auch mit der Bevölkerungsentwicklung zusammen. Auch das weltweite Bevölkerungswachstum konzentriert sich auf diese Regionen. Gemäss McKinsey fand rund die Hälfte des Bevölkerungswachstums in Regionen statt, die zusammen nur rund 1 Prozent der Weltfläche ausmachen.

 

 

 

 

  

rop
Peter Rohnerist Chefökonom der Handelszeitung.Mehr erfahren