Seit Anfang 2020 sind Zweitwohnungen damit 46 Prozent teurer geworden, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie von Wüest Partner hervorgeht. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 6,5 Prozent. Eigentumswohnungen (Erstwohnsitz) legten im gleichen Zeitraum um 32 Prozent oder 4,6 Prozent jährlich zu. Zweitwohnungen entwickelten sich also dynamischer.

Regional zeigen sich Unterschiede: Besonders stark war das Wachstum seit 2020 in der Innerschweiz (+8,3 Prozent pro Jahr) und in Graubünden (+7,7 Prozent pro Jahr), während das Tessin zurückblieb.

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2025 weist das Wallis mit plus 6,2 Prozent eine überdurchschnittliche Dynamik auf im Vergleich zum Schweizer Schnitt von 4,3 Prozent. Nach Jahren mit hoher Marktliquidität sind die Angebotszahlen in vielen Walliser Gemeinden zuletzt gesunken. Das knapper werdende Angebot trifft auf eine unverändert hohe Nachfrage und hat den Preisauftrieb verstärkt.

Homeoffice und Regulierungen als Preistreiber

Treiber für die Nachfragen nach Zweitwohnungen in gut erreichbaren Berg- und Tourismusdestinationen sind laut der Studie die zunehmende Verbreitung von Homeoffice und flexiblen Arbeitsmodellen. Gleichzeitig erhöhten Investitionen in Infrastruktur die Attraktivität vieler Standorte.

Regulatorische Vorgaben, insbesondere im Raumplanungs- und Zweitwohnungsrecht, schränkten zusätzliche Neubaukapazitäten in vielen Gemeinden gleichzeitig stark ein. Entsprechend bleibe das Angebot knapp.

Im laufenden Jahr rechnet Wüest Partner mit weiterhin steigenden Preisen, – jedoch in einem moderateren Tempo. Als Unsicherheitsfaktor gilt die mögliche Ausgestaltung einer Zweitwohnungssteuer, die je nach Umsetzung das Halte- und Verkaufsverhalten beeinflussen könnte.

(sda/dob)