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Soziale Netze
Betrügen und Anbaggern bei Linkedin und Xing

Linkedin: Das Unternehmen hat mit missbräuchlicher Nutzung zu kämpfen.

Der Missbrauch von Berufs-Portalen nimmt zu. Statt den Karriere-Kick gibt es schlüpfrige Angebote.

Von Laura Frommberg
am 14.10.2015

Der Missbrauch von Karrierenetzwerken nimmt auch in der Schweiz zu. Viele Frauen berichten davon, dass sie von Männern bei Linkedin oder Xing auf unangemessene und schlüpfrige Weise kontaktiert wurden. Männer machen ihnen Komplimente wegen ihres Aussehens oder fragen unverblümt nach einem Date. 

Angefangen hatte die Entwicklung im angelsächsischen Raum. Frauen hatten bei Twitter Screenshots von Nachrichten veröffentlicht, die ihnen Männer bei Linkedin geschickt haben und die sexistische, teils schlüpfrige Inhalte hatten. Jetzt ist das Phänomen auch in die Schweiz gelangt. 

«Missbrauch läuft aus dem Ruder»

«Der Missbrauch läuft inzwischen aus dem Ruder», kommentiert Bernhard Bauhofer von der Unternehmensberatung Sparring Partners. «Bei Linkedin und Co. steht gerade die Integrität des Geschäftsmodells auf dem Spiel.»

Denn: der Missbrauch findet nicht nur auf der anzüglichen Ebene statt: Linkedin-Mitglieder berichten von Nachrichten, die nach Vorbild der klassischen Spam-Mails verfasst sind. Nur bittet in diesen kein nigerianischer Prinz um einen Kredit, sondern ein realer Kontakt. Wie das funktioniert: Zum Einen über Fake-Profile, die auch schnell entlarvt werden können.

Kopierte Profile

Schwieriger wird es bei einer anderen Masche: Cyber-Kriminelle kopieren das Profil einer realen Person und schaffen sich so  Zugang zu deren Netzwerk. Um die Schwarzen Schafe zu finden, bitten die Netzwerke um Hilfe der Nutzer. Man solle jeden Fall sofort melden. Übeltäter würden dann verwarnt oder sogar direkt gelöscht.

 

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