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Analyse
Darin liegt das Geheimnis von Warren Buffett

Warren Buffett: Der Starinvestor ist auch unter dem Übernahmen Orakel von Omaha bekannt. Keystone

Warren Buffett ist dank kluger Investitionen zum Milliardär geworden. Ein US-Wissenschaftler hat nach dem Erfolgsrezept des Starinvestors gesucht – und ist in Buffetts Briefen fündig geworden.

Von Jessica Dawid («Businnes Insider Deutschland»)
am 11.07.2017

Die jährlichen Briefe, die Grossinvestor und Multimilliardär Warren Buffett an die Aktionäre von Berkshire Hathaway schreibt, sind legendär: Bereits im Jahr 1977 begann Buffett mit dieser Tradition — und führt sie bis heute fort.

In diesen Briefen beschreibt Buffett die Entwicklung der Holdinggesellschaft und äussert seine Meinung zu der wirtschaftlichen Situation. Das Besondere: Buffetts Briefe sind nicht nur frei für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern auch in einer so einfachen Sprache geschrieben, dass sie auch für jene verständlich sind, die nicht im Finanzbereich tätig sind.  Michael Toth, ein Datenwissenschaftler aus New York, machte es sich nun zur Aufgabe, alle Briefe des Unternehmers zu analysieren. Was er dabei herausfand, könnte der Schlüssel zum Erfolg des «Orakels von Omaha» sein.

Ein optimistisches Weltbild

Dass Warren Buffet wie auch Melinda und Bill Gates unvergleichliche Optimisten sind, wird immer wieder klar. Doch wie sollte es auch anders sein, wenn man so viel Geld auf dem Konto hat, dass man es gar nicht allein ausgeben kann, oder? Wie Melinda Gates allerdings sagte, führt nicht Erfolg zum Optimismus, sondern Optimismus führt zum Erfolg.

Genau hier liegt auch das Geheimnis Buffetts: Seine Briefe sind überwiegend positiv und zuversichtlich. Wie Toth auf seiner Webseite mithilfe von Diagrammen aufzeigt, überwiegen positiv konnotierte Ausdrücke wie «Ziel» oder «exzellent», während negative Ausdrücke wie «Risiko» und «schwierig» seltener auftauchen. Vor allem nutzte Buffett sie auch nur dann, wenn sie wirklich angebracht waren — so beispielsweise nach der Krise vom 11. September 2001 oder nach dem grossen Börsenzusammenbruch im Jahr 1987. 

Ansteckender Optimismus

Dabei hat Buffetts optimistische Weltsicht nur Vorteile: Wer zuversichtlich durch das Leben geht und sich auf die positiven Aspekte konzentriert, der wird diese auch eher wahrnehmen — und damit nur noch glücklicher werden. Diese Besonderheit ist sogar wissenschaftlich anerkannt und nennt sich Baader-Meinhoff-Phänomen: Je eher ihr euch auf etwas fokussiert, desto mehr begegnet es euch im Alltag. Das BMP hat übrigens nicht wirklich mit der Roten Armee Fraktion zu tun. Ein Nutzer gab 1994 in einem Online-Forum an, Andreas Baader und Ulrike Meinhof überall auf der Strasse erkannt zu haben, nachdem er im Radio von der RAF gehört hatte. 

Optimismus wirkt auch ansteckend. Durch seinen nie abklingenden Optimismus bringt Buffett Menschen dazu, Aktien zu kaufen. Das führt dazu, dass der Marktwert in die Höhe geht, der Firmenwert steigt und Buffetts Einkommen sich nur noch weiter vergrössert — eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. 

Ohne Fleiss kein Preis 

Auch wenn ihr euch eine optimistische Sichtweise aneignet, so solltet ihr allerdings beachten, dass Optimismus allein nicht zum Erfolg führt: Nur darauf zu hoffen, dass etwas besser wird, wird nichts an der Situation ändern. Wie Melinda Gates einmal sagte, ist «Optimismus nicht der Glaube, dass alles automatisch besser werden wird, sondern die Überzeugung, dass man alles besser machen kann.» Und dazu gehört nun einmal (leider) auch harte Arbeit. 

Dieser Text ist zuerst beim «Business Insider Deutschland» erschienen unter dem Titel «Ein Analyst untersuchte 40 Briefe von Warren Buffett — und entschlüsselte seinen Erfolgscode».

Video: 10 Fähigkeiten, die Studenten für die Zukunft mitbringen müssen. 

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