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Deutsche Ministerin liebäugelt mit Frauenquote

Katarina Barley: Die deutsche Frauenministerin bringt eine neue Quote ins Spiel. Keystone

Die deutsche Frauenministerin will notfalls per Gesetz für Gleichberechtigung in deutschen Konzernen sorgen. Gebe es nicht bald Fortschritte, sei eine neue Quote unumgänglich, findet Katarina Barley.

Veröffentlicht am 16.08.2017

Die deutsche Frauenministerin Katarina Barley hat den Unternehmen in Deutschland mit einer gesetzlichen Frauenquote auch für die Vorstände gedroht. «Wo keine feste Quote greift, passiert auch nichts», sagte die Politikerin am Mittwoch in Berlin.

«Wir haben in den Vorstandsebenen einen Frauenanteil von 6,1 Prozent bei den börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen. Diese Quote hat sich praktisch nicht verändert», so die Ministerin. Wenn sich daran «in absehbarer Zeit», nichts ändere, dann werde auch da nichts um eine feste Quote herumführen.

Erfolg mit Quote für Aufsichtsräte

Für die Aufsichtsräte von 105 börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen gilt seit 2016 eine feste Geschlechterquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Posten.  Dies hat laut Barley Wirkung gezeigt. Dort sei der Frauenanteil auf 27,3 Prozent gestiegen, nachdem er zwei Jahre zuvor noch 22,9 Prozent betragen habe. In den Unternehmen mit einer gesetzlichen Vorgabe habe sich der Frauenanteil auch auf den nachgeordneten Führungsebenen vergrössert.

(sda/mbü/jfr)

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