Niklaus Boss (47) ist zum neuen Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung (EV) gewählt worden. Er übernimmt per 1. Juni 2011 seine neue Funktion. Boss studierte an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und absolvierte anschliessend die Anwaltsprüfung. Nach verschiedenen Funktionen in der Verwaltung des Kantons Aargau wechselte er in die Privatwirtschaft, wo er in mehreren Bereichen des Von-Roll-Konzerns (Marketing und Sales, Gesamtführung, Stabsstelle, Projektleitung) auch internationale Erfahrungen sammelte.

Zuletzt zeichnete er bei dem auf Schönheitsprodukte spezialisierten Handelsunternehmen Dobi-Inter AG, Zürich/Suhr, einem Grosshandelsunternehmen, als Mitglied der Geschäftsleitung für den Verkauf und die Logistik verantwortlich. Berufsbegleitend schloss er einen Executive MBA der Universität Zürich ab. Boss ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und im Kanton Aargau wohnhaft. Neben Arbeit und Familie engagiert er sich auch in seiner Gemeinde als Mitglied der Finanzkommission.

Der Vorstand der EV habe mit Boss bewusst jemanden ausserhalb der Branche und ohne Verbandserfahrung gewählt, wird mitgeteilt. «Wir erwarten von Boss dank seiner vielfältigen beruflichen Erfahrungen wertvolle Impulse für unsere Verbandsarbeit», lässt sich Ronald Ganz, der Präsident der EV, vernehmen. Boss löst als Geschäftsführer der EVRolf Hartlab, der nach fast 18 Jahren Tätigkeit auf dieser Position per Mitte 2011 die Nachfolge von Ganz als Präsident der EV übernehmen wird.

Anzeige

Die EV setzt sich als Verband der schweizerischen Erdölwirtschaft ein für die Wahrung und Förderung der Interessen ihrer Mitglieder. Die zurzeit 28 Mitglieder tätigen 95 Prozent der schweizerischen Importe von Rohöl und Erdölprodukten. Die Aufgabe der EV besteht zum einen darin, für die allgemeine Öffentlichkeit wie auch für die Branche selbst eine Drehscheibe für Informationen zum Energieträger Erdöl zu sein. Für alle Fragen, die den Transport, die Verarbeitung und den Einsatz von Erdölprodukten betreffen, ist die EV die erste Anlaufstelle in der Schweiz. Zum anderen vertritt sie in allen branchenrelevanten Fragen die Anliegen der Erdölwirtschaft nach aussen. Die EV betreibt weder Handelsgeschäfte noch bezweckt sie einen Gewinn.